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Bewegend: «Soul Of A Woman» Das Vermächtnis der Sharon Jones

Berlin - Viel zu früh starb sie im letzten Jahr, die große New Yorker Soulsängerin Sharon Jones wurde nur 60 Jahre alt. Sie hatte in den letzten zehn, fünfzehn Jahren maßgeblichen Anteil an dem Soul-Revival, das viele Bereiche der Popmusik belebte. Sharon Jones stand zuletzt auf dem Zenit ihres Könnens.

Sharon Jones

«Soul Of A Woman»: Sharon Jones. Foto: Jacob Blickenstaff

Viel zu früh starb sie im letzten Jahr, die große New Yorker Soulsängerin wurde nur 60 Jahre alt. Sie hatte in den letzten zehn, fünfzehn Jahren maßgeblichen Anteil an dem Soul-Revival, das viele Bereiche der Popmusik belebte. Sharon Jones stand zuletzt auf dem Zenit ihres Könnens.

Und langsam aber sicher kam auch die Anerkennung, ihr Album «Give The People What They Want» war 2016 für einen Grammy nominiert, die Oscarpreisträgerin Barbara Kopple drehte eine gefeierte Doku über Sharon Jones.

Bis dahin war es ein langer Weg für die in Georgia geborene, gelernte Gospelsängerin, die erst 2001 nach langen Jahren als Background-Shouterin ihr Solo-Debütalbum veröffentlichen konnte. Jetzt liegt mit «Soul Of A Woman» ihr musikalisches vor. Wiederum mit ihrer Stammband The Dap-Kings und ihrem langjährigen Produzenten Bosco Mann hat Sharon Jones eines ihres stärksten und besten Alben eingespielt - das ist Soul pur, authentisch und tief empfunden, von einer beeindruckenden, charismaischen Künstlerin, die sich trotz einiger Rückschläge nie hat unterkriegen lassen.

Bis zuletzt stand Jones auf der Bühne und gab unermüdlich Konzerte. Und dazwischen fanden sie und ihre Band noch die Zeit, die elf Songs von «Soul Of A Woman» aufzunehmen.
Es beginnt furios mit dem funky Opener «Matter Of Time», rau und bluesig geht es weiter mit «Sail On!». Das kommt in vielen Songs nochmal die ganze Vitalität und Präsenz von Sharon Jones zum Tragen.

Die zweite Hälfte des Albums ist orchestraler und ruhiger geworden, mit wunderschönen Balladen wie «Pass Me By» oder dem mit sattem Streichersound unterlegten «These Tears». Sharon Jones und ihre Dap-Kings, mit denen sie über zwanzig Jahre lang auf der Bühne stand, schwelgen noch einmal in allen Spielarten des klassischen Souls, der in dieser Form niemals altmodisch wird. Ein würdiges Vermächtnis.

dpa
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo