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Grammys 2017: Beyoncés spektakuläre Schwanger-Show

In den wichtigsten Kategorien ging sie leer aus, trotzdem spricht am Tag nach den Grammys jeder über Beyoncé. Die lieferte schwanger mit Zwillingen eine aufwändige Show ab und hielt eine beeindruckende Rede mit politischer Botschaft. 

Beyoncé

Beyoncé, die goldene Fruchtbarkeits-Göttin: Die mit Zwillingen schwangere Sängerin inszenierte sich und ihren Babybauch bei den Grammys mit einer aufwändigen Show.

Den goldenen Heiligenschein hätte sie sich gar nicht aufsetzen müssen, auch ohne wäre klar gewesen, wer hier die Königin ist: Mit einer spektakulären Bühnenshow begeisterte Beyoncé bei der 59. Grammy-Verleihung ihre Fans und Musikkollegen. Die mit Zwillingen schwangere Sängerin inszenierte sich als goldene Fruchtbarkeits-Göttin, bekam für ihren beeindruckenden Auftritt Jubel vom Publikum. Auch wenn sie später die Preise für das beste Urban Contemporary Album und das beste Musikvideo gewann, war das vielen Beobachtern nicht genug. Allen voran Adele.

Die Sängerin widmete ihren Preis für das beste Album des Jahres der Konkurrentin und brach später kurzerhand die Grammy-Trophäe entzwei. "Beyoncé ist die Künstlerin meines Lebens. Das Album 'Lemonade' war so monumental und so gut durchdacht und wunderschön und tiefblickend", schwärmte Adele auf der Bühne. "Du bist unser Licht. Du schaffst es, dass sich meine schwarzen Freunde bestärkt fühlen. Du schaffst es, dass sie für sich einstehen und dafür liebe ich dich. Habe ich schon immer, werde ich immer", fuhr Adele fort und rührte Beyoncé damit zu Tränen.

Kritik an den Grammys: Schwarze Künstler wie Beyoncé haben es schwerer

Schon öfter stand die Grammy-Verleihung in der Kritik, weil sie schwarze Künstler seltener auszeichnet als weiße. Zum Vergleich: Während Adele bei 18 Nominierungen 15 Mal die Trophäe mit nach Hause nahm, konnte Beyoncé bei 53 Nominierungen erst 17 Grammys gewinnen. Sie nutzte ihre Dankesrede für eine Botschaft über Toleranz und Selbstliebe.

"Ich wollte ein Album machen, das unserem Schmerz, unseren Schwierigkeiten, unserer dunklen Seite und unserer Geschichte Ausdruck verleiht und Dinge anspricht, die uns unangenehm sind. Mir ist es wichtig, meinen Kindern Bildern zu zeigen, die ihre Schönheit reflektieren, damit sie in einer Welt aufwachsen, wo sie sich in der eigenen Familie, aber auch in den Nachrichten, beim Super Bowl, den Olympischen Spielen, im weißen Haus und bei den Grammys gespiegelt sehen und keinen Zweifel daran haben, dass sie schön, klug und fähig sind. Das wünsche ich mir für jedes Kind jeglicher Rasse", sagte die 35-Jährige.

Applaus bekam Beyoncé dafür auch von ihrem Mann Jay-Z und der gemeinsamen Tochter Blue-Ivy, die beide in der ersten Reihe Platz genommen hatten.

sst
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