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Chronist und Kritiker: Simbabwes legendärer Musiker «Tuku» ist tot

Mehr als 60 Alben hat Oliver Mtukudzi im Laufe seiner Karriere aufgenommen. In seiner Musik spiegelt sich die Geschichte seines Heimatlandes wider.

Oliver Mtukudzi

Oliver Mtukudzi ist tot. Foto: Ben Curtis/AP

Es gibt kein soziales oder wirtschaftliches Problem in Simbabwe, das Oliver Mtukudzi nicht aufgespießt hätte: Der wohl berühmteste Musiker des Landes im südlichen Afrika ist am Mittwoch im Alter von 66 Jahren in einem Krankenhaus in Harare gestorben, wie sein Manager Walter Wanyanya mitteilte.

Der zumeist unter seinem Spitznamen «Tuku» bekannte Musiker hat in seiner rund vier Jahrzehnte langen Karriere mehr als 60 Alben veröffentlicht. Mtukudzi sang meist in der Landessprache Shona, aber auch auf Ndebele und Englisch.

Mit der Gitarre in der Hand gab Mtukudzi weltweit Konzerte, darunter in den USA und in Großbritannien. Seine Musik galt als ein Spiegel der Geschichte Simbabwes - angefangen vom Kampf um die Unabhängigkeit und gefolgt von den massiven sozialen und wirtschaftlichen Problemen während der fast vier Jahrzehnte langen Herrschaft von Präsident Robert Mugabe. «Tuku» verstand es jedoch, sich bei politischen Themen zumeist auf Andeutungen zu beschränken, weswegen seine Musik nicht verboten und er auch nicht verhaftet wurde.

«Tuku» engagierte sich seit 2011 auch als Unicef-Botschafter für Kinderrechte und den Kampf gegen HIV und Aids in Afrika. Das UN-Kinderhilfswerk erklärte damals, er habe in seinen «wortgewaltigen Texten gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und Missbrauch von Kindern» Stellung bezogen. Mtukudzi sagte, er wolle helfen, «unseren Kontinent zu einer besseren Heimat für unsere Kinder zu machen.»

Mtukudzi förderte in Simbabwe auch zahlreiche Nachwuchsmusiker. «Tuku» hinterlässt seine Frau Daisy, vier Kinder und mehrere Enkelkinder. Sein Sohn Sam, der ebenfalls Musiker war, war 2010 bei einem Autounfall umd Leben gekommen.

dpa
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