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Berühmte Kopien "Hurt" ist gar nicht von Johnny Cash: Coverversionen mit unbekannten Originalen

Johnny Cash
Johnny Cash bei einem Konzert 1990
© Hardy Schiffler / Picture Alliance
Manchmal ist die Coverversion eines Songs bekannter als das Original. Manchmal wird so auch erst ein Hit daraus. Wir haben einige berühmte Cover gesammelt.

Wenn ein Song gecovert wird, bedeutet das für den Künstler, von dem das Original stammt, eigentlich eine Auszeichnung: Jemand anders war von seinem Werk so begeistert, dass er es selbst einsingen wollte. Manche Musiker:innen werden sich allerdings im Nachhinein auch geärgert haben. Denn ab und zu kommt es vor, dass das Cover zu weitaus größerer Bekanntheit gelangt als das Original und der eigentliche Erfinder in Vergessenheit gerät.

Wir haben einige berühmte Coverversionen gesammelt, die zu echten Hits wurden – und deren Original wohl kaum jemand kennt.

1. "Hurt" (Johnny Cash)

Johnny Cash veröffentlichte den Song 2002, ein Jahr vor seinem Tod. Die Geschichte passt zu gut: Ein alter, bereits schwer erkrankter Mann singt über sein Leben. Sogar eine Kurzdoku über Cash wurde nach dem Song benannt. "Hurt" stammt aber gar nicht von dem Country-Sänger, sondern wurde eigentlich 1994 von der Rockband Nine Inch Nails erstmals veröffentlicht. 

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2. "The Man Who Sold The World" (Nirvana)

Durch das legendäre MTV-Unplugged-Konzert von Nirvana 1993 wurde der Song weltberühmt. Viele Fans verbinden ihn fest mit Kurt Cobain. Dabei war "The Man Who Sold The World" nur eine von sechs Coverversionen, die Nirvana an jenem Abend spielten. Im Original war "The Man Who Sold The World" der Titelsong des dritten Albums von David Bowie, das keinen großen Fußabdruck in der Musikwelt hinterließ. Weitere Coverversionen bei Nirvanas Unplugged-Auftritt waren übrigens "Jesus Doesn’t Want Me for a Sunbeam" (Original von The Vaselines), "Plateau", "Oh, Me", "Lake of Fire" (alle von den Meat Puppets) und "Where Did You Sleep Last Night" (Leadbelly), wobei vor allem letzteres Lied durch Nirvana ebenfalls große Popularität erreichte. Ursprünglich geht der Text sogar bis ins 19. Jahrhundert zurück.

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3. "Mad World" (Gary Jules)

Manchmal braucht es einen Film, um einen Song richtig groß zu machen. Dabei war "Mad World" bereits im Original von Tears For Fears aus dem Jahr 1982 ein Hit in mehreren Ländern. Gary Jules wusste das aber noch einmal zu steigern, als er den Song für den Kultfilm "Donnie Darko" noch einmal neu aufnahm und eine melancholische Weltschmerz-Ballade daraus machte. So erreichte "Mad World" 2003 Platz eins in den britischen Charts und kam auch in Deutschland bis auf Platz drei.

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4. "Cat's In The Cradle" (Ugly Kid Joe)

Schon das Original von Harry Chapin (1974) war ein Hit und wurde sogar für einen Grammy nominiert. 1993 wurde der Song über eine Vater-Sohn-Beziehung von der Rockband Ugly Kid Joe noch einmal neu aufgelegt und feierte dann auch in verschiedenen europäischen Ländern Charterfolge – das Cover ist deshalb in Deutschland vielen Hörern geläufiger.

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5. "Behind Blue Eyes" (Limp Bizkit)

Im Original von der britischen Rockgruppe The Who und auch in dieser Version alles andere als ein Flop. Die 30 Jahre später veröffentlichte Version von Limp Bizkit allerdings steckt vor allem jüngeren Musikfans im Ohr. Die Band um Fred Durst nahm auch recht umfangreiche Änderungen am Text vor.

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6. "All Along The Watchtower" (Jimi Hendrix)

Jimi Hendrix hatte es ganz eilig: Nur neun Monate, nachdem Bob Dylan "All Along The Watchtower" auf seinem Album "John Weasley Harding" veröffentlicht hatte, legte er schon seine Coverversion vor. Als Single erschien der Originalsong sogar erst kurz nach dem Cover. Angefressen war Dylan trotzdem nicht – ganz im Gegenteil: Er passte seine eigene Darbietung des Stücks später sogar an die Psychedelic-Interpretation von Hendrix an.

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7. "Twist And Shout" (The Beatles)

Paul McCartney und John Lennon gehören wohl zu den größten Songwriting-Genies überhaupt. Doch auch die Beatles bedienten sich vor allem zu Beginn ihrer Karriere gern an Songs aus fremder Feder. So auch bei "Twist And Shout", das im Original von dem US-Duo Top Notes stammt. Erst durch die Beatles wurde der Song bekannt und danach von zahlreichen weiteren Musikern gecovert.

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8. "Nothing Compares 2 U" (Sinead O'Connor)

Das Original hat kein Geringerer als Prince geschrieben, 1985 für seine Band The Family. The Family blieb ein relativ unbeachtetes Nebenprojekt und auch "Nothing Compares 2 U" ging erst durch die Decke, als sich 1990 Sinead O'Connor des Song annahm. 

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Ihre Version wurde zu einem Welthit und hielt sich in Deutschland 32 Wochen lang auf Platz eins der Single-Charts. Prince nahm das Stück später noch einmal auf und veröffentlichte es unter eigenem Namen – der Songtitel bleibt im kollektiven Gedächtnis aber mit O'Connor verbunden.


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