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"Mama"-Sänger: Was macht eigentlich ... Hein Simons (alias Heintje)?

Als Heintje wurde der Niederländer 1967 zum gefeierten Kinderstar – mit seinem Hit "Mama".

Ex-Kinderstar Heintje: Was macht eigentlich Hein Simons eigentlich heute?

Hein Simons, alias Heintje, 62, auf seinem Reiterhof in Moresnet, Belgien, wo der ehemalige Kinderstar heute lebt

Früher haben Sie mit Ihrem Hit "Mama" die Damenwelt zu Tränen gerührt. Passiert dies heute auch noch, wenn Sie das Lied singen?

Ja, schon. Über Facebook erzählen mir auch nach wie vor viele Fans, was sie mit dem Lied verbinden. Manchmal macht mich das fast verlegen. Einmal bedankte sich beispielsweise jemand: Er habe seiner Mutter "Mama" vorgespielt, als diese im Koma lag, und plötzlich sei sie wieder aufgewacht.

"Mama" war Ihr größter Hit und verkaufte sich millionenfach. Damals meldeten sogar Friedhöfe, dass es bei den Beerdigungs-Liedern ganz weit vorn liegt. Was passierte sonst noch Verrücktes?

Sehr viel! Ich trat zum Beispiel in Amerika mit Stars wie Gene Kelly oder Barbara Eden auf. Weltweit tourte ich durch große Stadien, war in Indonesien sogar beim Präsidenten eingeladen und durfte ihn in seinem Palast besuchen.

Angeblich bekamen Sie auch Heiratsanträge von erwachsenen Frauen – obwohl Sie damals noch ein Junge waren. Stimmt das?

Ja, ist unvorstellbar, aber wahr. Oft schrieben Frauen: "Hör mal, ich warte, bis du groß bist, und dann möchte ich dich heiraten!" Nach meiner Trennung vor vier Jahren ging das mit den Heiratsanträgen übrigens wieder von vorn los. Ich liebe Frauen, aber ich war 33 Jahre verheiratet und mache erst mal eine Ehe-Pause.

Damals bedienten Sie das Klischeebild des lieben und braven Jungen perfekt. War es schwer für Sie, Kumpel zu finden?

Das war kein Problem! Natürlich war ich auch nicht immer nur lieb und nett. Im Gegenteil: In der Schule war ich einer der Schlimmsten, habe viel Quatsch angestellt und öfter ein Veilchen kassiert. Auch die Lehrer waren nicht immer begeistert von meinem Betragen. Ich war ohnehin nie der Klassenbeste, sondern bin so durchgekommen – zum Glück, ohne sitzen zu bleiben.

Sie konnten sich nie ganz vom Image des Kinderstars lösen. Nervt Sie das?

Nein, das ist eben so. Heute bin ich zu hundert Prozent zufrieden mit meinem Leben. Früher, während des Übergangs vom Kind zum jungen Mann, war das Kinderstar-Image ein Problem. Ständig wurde alles, was ich machte, mit meinen früheren Erfolgen verglichen. Meine Debüt-LP hatte sich zum Beispiel etwa 3,6 Millionen Mal verkauft. Als Erwachsener machst du dann mit einer LP 280.000. Das klingt im Vergleich wenig, ist aber wahnsinnig viel. Damit wäre man heute ein Jahr lang Nummer eins in den deutschen Charts!

Ihr erstes deutsches Album kam im Mai 1968 heraus und belegte fast zwei Jahre lang Platz eins. Wie feiern Sie dessen 50. Geburtstag?

Ich habe mir ein großes Geschenk gemacht und eine Duett-CD mit Heintje herausgebracht: Dabei werden die Schlager von Heintje mit meiner Stimme von heute kombiniert, sodass ich ein Duett mit meinem früheren Ich singe. Die CD stand wieder ganz vorn in den Charts und hat sich bisher knapp 100.000 Mal verkauft.

Sie betreiben seit Jahrzehnten in Belgien einen großen Reiterhof mit 60 Pferden. Sitzen Sie noch täglich im Sattel?

Nein, leider schon lange nicht mehr. Vor ein paar Jahren hatte ich Herzprobleme, bekam einen Defibrillator eingesetzt und durfte eine Weile nicht reiten. Konditionell ist es nicht so einfach, wieder reinzukommen. Kaum sitze ich im Sattel, habe ich am nächsten Tag auch schon Muskelkater. Im Sommer will ich endlich wieder richtig anfangen. Ich liebe es, zu reiten. Es ist ein toller Ausgleich.

Interview: Sabine Hoffmann
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo