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Freispiel: Kompetent zusammengestellt: Cocoon Compilation «R»

Das Frankfurter Techno Label versammelt auf seiner neuesten Veröffentlichung eine geschmackssichere Stilvielfalt zwischen Retro-Elektro, heftigem Techno, Deep und Tech House und minimalem Wahnsinn.

Cocoon

Diesmal in leuchtendem Grau: Die achtzehnte «Cocoon Compilation R». Foto: Cocoon Recordings

Mitte Juli veröffentlichte Sven Väths Label die neuste Ausgabe seiner jährlich erscheinenden Cocoon Compilation-Serie.

Was im Jahr 2000 mit dem Buchstaben «A» als weiße Vinyl-Box begann, ist mittlerweile bei «R» mit zwölf neuen und exklusiven Tracks auf leuchtend-grauem Sechsfach-Vinyl angekommen. Fanden sich auf der 2015er Compilation «O» noch überwiegend clubtaugliche Tech House Tracks, eher schnörkellos heftige Nummern auf «P» und teils überbordend spielfreudige Stücke auf «Q», ist die musikalische Ausrichtung von «R» diesmal nicht so ganz einfach zu bestimmen.

Einen gelungenen und weitgehend entspannten Einstieg bieten die ersten drei Tracks von Lusine, Isolée und Mano Le Tough, der sein treffend betiteltes Stück «Vanishing Landscapes» mit melancholischen Steeldrum-Sounds einleitet und unaufgeregt in der Schwebe hält. Die Frankfurter International Anything setzen hingegen auf 80er-Jahre Elektro mit lupenreinen 80er-Jahre Elektro Lyrics und der dauerveröffentlichende Spanier Eduardo De La Calle irritiert beziehungsweise beeindruckt mit einem kaum zu fassenden musikalischen Freispiel.

Die härteren Techno-Tracks kommen in diesem Jahr von Ambivalent & Alden Tyrell sowie Pig & Dan und hätten damit auch gut zur «Compilation P» gepasst. Reduzierter, strukturierter und düsterer geht es auf den allesamt empfehlenswerten Stücken von ROD, Inigo Kennedy und Ingo Boss zu. An die Spielfreude des Vorgängers «Q» erinnert John Heckles «Fantasy» und Cristi Cons empfiehlt sich mit seinem nicht enden wollenden Abschlusstrack «Bird In Space» für die nächste nächtliche Autobahnfahrt.

Auf der neuesten Compilation geben sich altgediente Techno-Produzenten und Newcomer stilvielfältig die Klinke in die Hand. Wie Cocoon diese heterogene aber geschmackssichere Auswahl an Tracks scheinbar mühelos zu einem stimmigen Ganzen verbindet, verblüfft und macht Vorfreude auf die kommenden Veröffentlichungen.

dpa
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo