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Abbruch wegen Unwetter: Das sagen die Fans zum vorzeitigen Ende von "Rock am Ring"

Wegen Unwettervorhersagen ist das Musikfestival "Rock am Ring" nach zwei Tagen beendet worden. Den Besuchern bleibt nun die Abreise aus dem schlammigen Gelände. Auf den Straßen drohen kilometerlange Staus.

Rock am Ring

Festivalbesucher treten die Heimreise an

Nach wiederholten Unwettern mit mehr als 80 Verletzten ist das Festival "Rock am Ring" in der Eifel vorzeitig abgebrochen worden. Die Verbandsgemeinde Mendig entzog die Genehmigung für die Fortsetzung der Veranstaltung mit rund 90.000 Besuchern, wie eine Sprecherin des Veranstalters am frühen Sonntagmorgen mitteilte. Die Besucher wurden um Verständnis gebeten und aufgefordert, das Gelände auf dem Flugplatz Mendig bis Sonntagmittag zu verlassen.

Die Campingplätze in Mendig seien kurz nach Mittag weitgehend geräumt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Nicht ganz so reibungslos lief offenbar die Abfahrt von den Parkplätzen. Via Twitter schildern zahlreiche Besucher die Lage vor Ort als zum Teil chaotisch: 

Zudem bilden sich auf den Straßen kilometerlange Staus. Die Polizei Koblenz gab über ihren Twitteraccount bekannt, dass die Wege zur A61 verstopft sind:

Der vorzeitige Abbruch des Festivals sorgte auf Twitter für geteilte Meinungen. Viele Besucher zeigten Verständnis für die Entscheidung, andere äußerten ihren Unmut: 

Auch der Austragungsort wurde von mehreren Usern diskutiert. Bis 2014 fand "Rock am Ring" auf dem Nürburgring statt. Die Rennstrecke hat asphaltiertes Gelände. Ein Streit ums Geld zwischen den Betreibern der Rennstrecke und Veranstalter Marek Lieberberg erforderte einen neue Festivalfläche. Die Wahl fiel am Ende auf den ehemaligen Militärflugplatz Mendig. Doch das Gelände verwandelt sich bei Unwetter in eine riesige Schlammfläche und bietet bei Gewitter keinen Schutz. Bereits in vergangenen Jahren waren bei "Rock am Ring" 33 Menschen infolge eines Blitzeinschlages verletzt worden. 

Am Samstagabend hatte es bis in den frühen Morgen - nach siebenstündiger Unterbrechung wegen Unwetter - noch einmal ein Konzert auf zwei Bühnen gegeben. Dabei jubelten Zehntausende von Rockfans der kalifornischen Band Red Hot Chili Peppers zu. Zwei Stunden nach Mitternacht trat auch noch The BossHoss auf. Die Berliner Country-Rock-Band bekundet den im Schlamm stehenden Besuchern ihren Respekt: "Was habt ihr alle durchgemacht, und trotzdem seid ihr noch hier!" Auch über ihre Facebookseite bedankte sich die Band bei ihren Fans. 

jum/DPA