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Schwere Zeiten: Art Garfunkel: Musik kann vieles überwinden

Art Garfunkel blickt mit Sorge auf sein Land. Hoffnungslos aber ist die Lage nicht, es gibt ja schließlich die Musik.

Art Garfunkel

Art Garfunkel glaubt an die transzendierende Kraft der Musik. Foto: Monika Skolimowska

Der US-Popsänger (76) glaubt an die Kraft der Musik. In seinem Land erlebe er gerade eine sehr harte Zeit.

«Es gibt eine ungeheure Toleranz für eine mittelmäßige, gegenaufklärerische Politik», sagte der ehemalige Bandpartner von Paul Simon (Simon & Garfunkel) der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Ich glaube, wir sind ein zynisches Land geworden.» habe indes «eine wunderbare Kraft, all diese Dinge zu durchbrechen. Sie ist transzendental», so Garfunkel.

Er selbst sei heute auf der Bühne entspannter als früher. «Ich bin mündig geworden. Es bedarf der meisten Deiner Lebenszeit, um Dir nicht selbst im Weg zu stehen. Wenn Du es bis zur Entspannung hinter der Entspannung schaffst, erreichst Du schließlich einen Ort, an dem Du auf der Bühne voller Liebe bist.»

Wichtig sei aber auch die künstlerische Glaubwürdigkeit, die er sich erarbeitet habe. Nachdem er seine Stimme 2010 verloren und 2013 die Fähigkeit zu singen zurückgewonnen hatte, habe er eine neue Show nach dem Prizip «Weniger ist mehr» gestaltet. «Ich liebe meine Show, ich gehe völlig darin auf.»

Daneben lese er viel. «Ich mache das zu meiner Priorität. Ich schaue kein Fernsehen, und ich bin ein entspannter Vater. Ich schaue meinen Kindern beim Großwerden zu, aber am Abend lese ich.»

Sein Verhältnis zu , der gerade ein Abschiedskonzert in New York gegeben hat, möchte Garfunkel nicht kommentieren. «Es ist mir unangenehm, darüber zu reden. Ich habe mich durch eine berühmte Freundschaft in eine Klemme gebracht.»

Garfunkels Buch über sein Leben «Auf dem Weg - Anmerkungen und Erinnerungen» soll am Mittwoch (26.9.) im Fischer Verlag erscheinen.

dpa