VG-Wort Pixel

Jüdische Frauenrechtlerin Sidonie Werner: Sie bekämpfte schon vor 100 Jahren den Mädchenhandel

Sidonie Werner kämpfte für die Rechte der Frauen.
Sidonie Werner kämpfte für die Rechte der Frauen
© gemeinfrei via Wikimedia Commons
Heute jährt sich der 161. Geburtstag von Sidonie Werner. Die Lehrerin engagierte sich für die Rechte der Frauen und gründete zahlreiche Vereine. 

Am 16. März diesen Jahres jährt sich der 161. Geburtstag von Sidonie Werner. Die Volksschullehrerin gehörte 1893 zu den Gründerinnen des Israelitisch-humanitären Frauenvereins. Sie wurde schließlich Vorsitzende des Vereins und hatte diese Funktion bis zu ihrem Tod inne.  

Gemeinsam mit Bertha Pappenheim gründete Sidonie Werner im Jahr 1904 den Jüdischen Frauenbund, dessen Vorsitzende sie von 1915 bis 1925 war. Sidonie Werner schrieb für diesen Verein die erste Flugschrift über das Frauenwahlrecht. Die Ziele des Bundes waren die Bekämpfung des Antisemitismus, die Stärkung des jüdischen Gemeinschaftsgefühls, die Verbesserung der Situation arbeitender Frauen und Mädchen,  die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für jüdische Mädchen und Frauen sowie die Bekämpfung des Mädchenhandels insbesondere mit jüdischen Frauen aus Osteuropa.

Seyran Ates, Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin türkischer und kurdischer Abstammung

Sidonie Werner und die Bürgerschaftswahl

1919 wurde Sidonie Werner auf die Kandidatenliste der DDP (Deutsche Demokratische Partei) zur Bürgerschaftswahl aufgestellt, erhielt allerdings nur den Listenplatz 76. Am 27. Dezember 1932 verstarb sie in Hamburg. 

Quelle: "Hamburg.de"

deb

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker