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Spanischer Literaturpreis: Prinzessin-von-Asturien-Preis für Siri Hustvedt

Es bleibt in der Familie: Nach ihrem Ehemann Paul Auster 2006 erhält jetzt auch Siri Hustvedt den Asturien-Preis.

Siri Hustvedt

Siri Hustvedt wird mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur ausgezeichnet. Foto: Andres Perez Moreno

Die amerikanische Schriftstellerin und Essayistin Siri Hustvedt wird in diesem Jahr mit dem renommierten spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

Die 64-Jährige mit norwegischen Wurzeln, deren Romane und Essays in 30 Sprachen übersetzt wurden, sei von einer Jury unter 28 Kandidaten aus 17 Ländern ausgewählt worden, teilte die Stiftung am Dienstag in Oviedo mit. «Ihre Arbeit ist eine der ehrgeizigsten im aktuellen Literaturpanorama», hieß es zur Begründung.

Auch wegen ihres «feministischen Aktivismus» bekannt, thematisiere die Autorin «grundlegende Fragen der zeitgenössischen Ethik» und trage zum «interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaften und Geisteswissenschaften» bei, so die Stiftung. Hustvedt, die sich intensiv mit Neurowissenschaften befasst hat, ist seit 1982 mit Paul Auster verheiratet, der 2006 den spanischen Literaturpreis erhielt.

1955 in Minnesota geboren, veröffentlichte Hustvedt 1992 ihr erstes Werk «Blindfold», das ein Jahr später in deutscher Sprache unter dem Titel «Die unsichtbare Frau» herauskam. Weitere Romane sind etwa «Der Sommer ohne Männer» (2011) und «Die gleißende Welt» (2015). Erst in diesem Jahr erschien das teilweise autobiografische Werk «Damals».

Die angesehenen Prinzessin-von-Asturien-Preise sind nach der spanischen Thronfolgerin benannt und werden alljährlich in acht Sparten vergeben. Diesjährige Sieger waren vor Hustvedt der britische Regisseur Peter Brook in der Sparte Künste, das Madrider Prado-Museum in der Kategorie Kommunikation und Geisteswissenschaften, der US-Mathematiker und Ingenieur Salman Khan für Internationale Kooperation und die Ex-Skistar Lindsey Vonn in der Sparte Sport.

Alle Gewinner erhalten jeweils 50 000 Euro und die Nachbildung einer Joan-Miró-Statue. Die Preise werden Ende Oktober von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.

dpa
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