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stern-DISKUTHEK: Bio-Bäuerin vs. Massentierhalter: Ist Bio nur Luxus für Reiche?

Brauchen wir mehr Bio-Bauern? Und ist Bio nur Luxus für Reiche? Darüber diskutieren in der DISKUTHEK die Bio-Bäuerin Gisela Sengl und der „kleinbäuerliche Massentierhalter“ Bernhard Barkmann.

DISKUTHEK: Bio-Bäuerin streitet mit Massentierhalter über Landwirtschaft

Ist Massentierhaltung besser als ihr Ruf? Und wie gesund sind Bio-Lebensmittel wirklich? Darüber diskutieren in dieser DISKUTHEK-Folge die Bio-Bäuerin und Grünen-Politikerin Gisela Sengl und der konventionelle Landwirt und CDU-Mitglied Bernhard Barkmann, der einen Bauernhof mit 1500 Schweinen betreibt.

stern-DISKUTHEK: Bio-Bäuerin streitet mit Massentierhalter

Einig sind sich die beiden Bauern nur in wenigen Fragen. Dass ein Hof mit vielen Tieren nicht automatisch schlecht für das Tierwohl sein muss, zum Beispiel. Und dass deswegen der Begriff „Massentierhaltung“ für sie nichts als ein politischer Kampfbegriff ist. Aber während sich Landwirt Barkmann freut, dass die Chinesen so gerne Schwein essen und deswegen derzeit die deutschen Exporte nach Asien boomen, bezeichnet Gisela Sengl diese globalisierte Fleischindustrie als „perverses System“.

Veganerin versus Fleischesser: Ist es okay, Tiere zu essen?

Lebensmittel sollten ihrer Ansicht nach immer regional erzeugt und gegessen werden. Auf ihrem Bio-Hof betreibt sie zum Beispiel Ackerbau nach Demeter-Standards, die als besonders streng gelten. Sie fordert, dass die deutsche Gesellschaft weg muss vom hohen Fleischkonsum. 60 Kilogramm pro Jahr isst ein Deutscher etwa – und das obwohl Ernährungsexperten eigentlich nur die Hälfte als empfehlenswert einstufen.

Ist Massentierhaltung besser als ihr Ruf?

Die Landwirtschaft erzeuge, was die Menschen essen wollen – das sei nun mal die Realität, sagt Barkmann dagegen. Die Massentierhaltung sei außerdem besser als ihr Ruf, so der Bauer. Auch die konventionelle Landwirtschaft müsse sich an strenge Regeln halten und produziere sichere Lebensmittel. Er selbst setzt auch das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat ein – und er glaubt, dass es noch so lange zugelassen bleiben muss, bis es einen gleichwertigen Ersatz gebe.

Zu den DISKUTHEK-Gästen:

Gisela Sengl ist Bio-Bäuerin im bayerischen Sondermoning. Sie bewirtschaftet ihren Hof gemeinsam mit ihrem Mann nach den besonders strengen Demeter-Standards. Sie sitzt für die Grünen im bayerischen Landtag und ist agrarpolitische Sprecherin der Grünen in Bayern.

Bernhard Barkmann ist konventioneller Landwirt im Emsland. Er hält auf seinem Hof 1500 Schweine und nennt sich selbst „kleinbäuerlicher Massentierhalter“. Er schreibt auf blogagrar.de über Landwirtschaft und ist CDU-Mitglied.

Moderation: Melanie Stein

Leitende Redakteurin: Karin Stawski

Redaktion:  Svenja Napp, Melanie Stein

Redaktionelle Mitarbeit: Wyn Matthiesen

Kamera:  Maxime Billon, Steven Montero, Amin Motalebzadeh, Edgars Noskovs

Schnitt und Grafiken: Edgars Noskovs

Grafisches Konzept: Vladislav Estrin, Edgars Noskovs

Regie: Hendrik Holdmann

Ressortleitung stern-Video: Hendrik Holdmann

Projektleitung: Katharina Grevenhorst

Produktionsleitung, Aufnahmeleitung: Christoph von Gülich

Faktencheck: Hildegard Frilling

Mehr Infos und weitere DISKUTHEK-Videos finden Sie hier.

hh
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?