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Tod mit 103 Jahren: «Antipoet» Nicanor Parra gestorben

Santiago de Chile - Der als «Antipoet» berühmte chilenische Dichter Nicanor Parra ist mit 103 Jahren gestorben. Dies bestätigte der chilenische Kulturminister Ernesto Ottone am Dienstag, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete.

Der als «Antipoet» berühmte chilenische Dichter Nicanor Parra ist mit 103 Jahren gestorben. Dies bestätigte der chilenische Kulturminister Ernesto Ottone am Dienstag, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete.

Parra zählte zu den bedeutendsten Schriftstellern . Er wurde mehrfach als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt und gewann 2011 den in Madrid verliehenen Cervantes-Preis, die bedeutendste Literaturauszeichnung der spanischsprachigen Welt. Nicanor Parra veröffentlichte im selben Jahr sein letztes Werk «Antiprosas».

Der umgangssprachliche Wortschatz und Satzbau sowie die Ironie und die Antihelden in seinen Werken ließen Parra als «Antipoet» berühmt werden. «Chile hat einen der größten Schriftsteller seiner Geschichte und eine einzigartige Stimme der westlichen Kultur verloren», schrieb Staatschefin Michelle Bachelet auf Twitter nach dem Nicanor Parras.

Parra wurde am 5. September 1914 in San Fabián de Alico geboren, einer kleinen Anden-Ortschaft 400 Kilometer südlich von . Er war der Älteste unter fünf Geschwistern, darunter auch die Musikerin Violeta Parra (1917-1967). Er studierte Mathematik und Physik in den USA sowie in Oxford. In den USA nahm er Kontakt zur aufkommenden Beat Generation um den Dichter Allen Ginsberg auf, der die Übersetzung von Parras Werken veranlasste.

Mit «Poemas y antipoemas» (Gedichte und Gegengedichte) leitete Parra 1954 eine Revolution der spanischsprachigen Dichtung ein, entfernt von den Metaphern und der Sehnsucht nach Perfektion der herkömmlichen Poesie. «Artefactos» (1972), auf den Sprachtheorien Ludwig Wittgensteins basiert, und «Ecopoemas» (1982) gehören zu seinen bekanntesten Werken.

dpa
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo