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"Schlag den Raab": Das Ping-Pong-Debakel

Stefan Raab war wieder nicht zu schlagen. Doch Herausforderer Andreas machte es dem Erfinder von "Schlag den Raab" schwer. Der Höhepunkt der Show war nicht Robbie Williams, sondern Mini-Tischtennis.

Von Verena Pommerenke

Nach viereinhalb Stunden und 13 Spielen streckte Stefan Raab die Arme in die Luft und grinste breit: Er hat das "Schlag den Raab"-Duell wieder einmal gewonnen. Doch so einfach war es nicht - denn Raab hatte einen Gegner auf Augenhöhe: Andreas (32) aus der Oberlausitz, Doktor der Physik und Fußballtrainer, Vater von zwei Töchtern. Er wurde den Zuschauern als erster vorgestellt und erhielt die meisten Anrufe. Mit seinem blauen T-Shirt und seinen blauen Augen zog er sogar Robbie Williams' Aufmerksamkeit auf sich. Als der Popstar dem Kandidaten nach seinem Auftritt die Hände schüttelte, hielt Williams ihn für einen Showmaster. "Er sieht charismatisch aus", sagte Williams. Raabs Kommentar dazu: "Andreas, ich glaube Robbie fand dich wunderschön!"

Auch im Duell hinterließ Andreas einen guten Eindruck. Obwohl Raab das psychologisch wichtige erste Spiel für sich entschied, ließ Andreas sich nicht stressen. In den ersten sieben Durchgängen lieferten sich Raab und er ein knallhartes Hin und Her. Raab gewann, Andreas zog nach. Es erinnerte an ein Ping-Pong-Spiel - doch noch ahnte niemand, dass es dazu später wirklich noch kommen sollte. Raab zeigte sich wie gewohnt siegreich in Geschicklichkeits- und Gedächtnisdisziplinen. Und natürlich im Kartfahren. Fußballer Andreas konnte beim Spiel Kopfball gerade noch so in der letzten Runde eine Blamage verhindern, indem er fünf Bälle nacheinander versenkte.

Beim neunten Spiel, dem Hochwerfen von kleinen Säcken auf eine Zielscheibe, glitt das Niveau der Show kurz ins Schlüpfrige . Steven Gätjen eröffnete ein kurzes Zoten-Ping-Pong mit dem Satz: "Ich weiß, ihr wollt die kleinen Säckchen anfassen!" Das war aber schnell wieder vorbei.

Ping-Pong, Teil zwei

Ab dem zehnten Spiel kippte das ausgewogene Punkteverhältnis, Raab holte immer mehr Zähler. Auch wenn es bei Spiel zwölf, Mini-Tischtennis, noch keine Entscheidung geben konnte - es war das vorverlegte Finale und das spannendste Spiel des Abends. Beide kämpften mit vollem Einsatz, und selbst wenn ein Satz schon mit Abstand verloren schien, legten beide Kämpfer spektakuläre Aufholjagden hin. Raab stöhnte, schrie und jubelte noch lauter als bei vorherigen Disziplinen. "Tut mir leid, ich hab das in dem Moment nicht unter Kontrolle", entschuldigte er sich für seine Ausbrüche. Und am Ende konnte er sich auch bei diesem Spiel ganz knapp durchsetzen.

Dann folgte der Matchball für Raab, die letzte Chance für Andreas, sich die Million Euro zu holen. Doch als der Spieltitel verraten wurde (Wer bin ich?), stand der Sieger schon fast fest - denn Raab ist Profi darin, Bilder Prominenter zu erkennen. Und so war es auch: Der Entertainer gewann das zweite Mal in Folge - und herzte den kämpferischen Kandidaten Andreas.

Seit dem Beginn der Show im Jahr 2006 hat Raab nun mehr als doppelt so viele Duelle gewonnen wie seine Kandidaten. Den Jackpot für die nächste "Schlag den Raab"-Sendung im Mai hat der Entertainer nun auf 1,5 Millionen Euro erhöht.

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