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"Sing meinen Song" Die bewegende Geschichte ihres Lebens: Rapperin Nura bricht mehrfach in Tränen aus

"Sing meinen Song"
In der dritten Folge von "Sing meinen Song" drehte sich alles um die Songs von Rapperin Nura.
© Markus Hertrich / TV Now
Im Zentrum der dritten Folge von "Sing meinen Song" stand das Schaffen der Berliner Rapperin Nura. Die brach gleich mehrmals in Tränen aus. Am Ende setzte sich aber die Feier des Lebens durch.

"So viele Wörter, die ich nicht kannte, die man auch piepen müsste": Nicht nur DJ BoBo dürfte Respekt vor der dritten Folge von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" gehabt haben. Denn diesmal drehte sich alles um das Schaffen der Berliner Rapperin Nura - und die langt in ihren Texten gerne mal ordentlich zu. Damit allein fällt sie in der aktuellen Staffel neben familientauglichen Künstlern wie Stefanie Heinzmann, Johannes Oerding oder BoBo schon aus dem Rahmen. 

Doch es ist auch ihre Familiengeschichte, die fasziniert und sie zu einer der interessantesten Künstlerinnen macht, die je auf dem Sofa der Musikshow Platz genommen haben. Denn die Rapperin wurde am 24. Dezember 1988 in Kuweit geboren - als Tochter eines Saudis und einer Eritreerin. Auf der Flucht vor Saddam Husseins Granaten kam sie im Alter von zwei Jahren mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern nach Deutschland. 

Im Laufe der Sendung erzählt die 32-Jährige viel aus ihrem bewegten und nicht immer einfachen Leben. Viele dieser Erfahrungen sind in ihre Texte eingeflossen. Mehrmals bricht Nura in Tränen aus, während sie über die Ereignisse redet, die zu ihren Liedern geführt haben. 

Nura ging freiwillig ins Heim

Als Gentleman "Kein Bock" performt, berichtet sie, den Song über ihre Heimzeit geschrieben zu haben. In ihrer Jugend sei sie nicht mit ihrer Mutter klargekommen und deshalb freiwillig in eine Wohneinrichtung für Jugendliche gezogen, erzählt Nura. Erst im Nachhinein sei ihr klar geworden, wie schwer es ihre Mutter gehabt habe, vier Kinder alleine in einem fremden Land großzuziehen. Der Gedanke daran, wie sehr sie ihrer Mutter damals zugesetzt hat, geht der Rapperin sichtlich nahe. 

Ähnlich die Geschichte von "Auf der Suche", dem Stück, das sich Mighty-Oaks-Sänger Ian Hooper vornimmt. Es behandelt den Tag, an dem sie von zuhause weggelaufen ist. Die Erinnerung daran treiben ihr erneut die Tränen ins Gesicht. "Wegen Heulen kriegt man mehr Gage", witzelt Nura, die von ihren Mitmusikern viel Trost bekommt. 

Richtig emotional wird der Abend, als Stefanie Heinzmann "Babe" singt, einen eigentlich sehr traurigen Song, den Nura für ihren 2018 verstorbenen Freund Sam geschrieben hat. Heinzmann geht ins Risiko und macht daraus einen fröhlichen Song. Ihr geht es darum, eine andere Botschaft zu erzeugen: Anstelle von Trauer möchte sie Dankbarkeit verspüren lassen, diesen Menschen gekannt zu haben. Eine bewegende Darbietung, die Nura später als beste Performance des Abends auszeichnen wird.

Ein Wellental der Emotionen

Vor allem verhindert sie, das der Abend ins Rührselige abkippt. Denn es gibt auch die andere Seite von Nura. An die erinnert Sänger Joris, der die Festival-Hymne "Habibi" zum Besten gibt und dafür sogar ein selbst gebautes Instrument zum Einsatz bringt. Nura singt ihre aktuelle Single "Niemals Stress mit Bullen". Und Gastgeber Johannes Oerding verwandelt "Ohne Sinn" in eine ekstatische Soul-Nummer mit Bläsern. 

Insgesamt ein sehr emotionaler Abend, der Nura sowie die Zuschauer durch ein Wellental der Emotionen führte und am Ende mit einem positiven Grundgefühl entließ. Denn die Geschichte ist gut ausgegangen: Nura hat all ihre Schwierigkeiten gemeistert. Hat heute ein tolles Verhältnis zu ihrer Mutter und ist eine anerkannte Künstlerin geworden.

Das sind die diesjährigen Teilnehmer der siebten Staffel von "Sing meinen Song" 2020.

Trotz all dieser Erfolge hat sie es aber nicht verlernt, mit den staunenden Augen eines kleinen Kindes in die Welt zu blicken. Dann das für sie Größte ist, zusammen mit DJ BoBo in einer Sendung zu sitzen. Einem Star, den sie als Kind verehrt hat. Da zeigt sich die Macht der Popmusik: Sie bringt Menschen in aller Welt zum Träumen. Und manche Wünsche gehen sogar in Erfüllung.

Die neue Folge von "Sing meinen Song" ist auf TV Now abrufbar


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