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"Bares für Rares" Enttäuschung im Händlerraum - darum überlegt es sich dieser Verkäufer anders

Bares für Rares: Bianca Berding, Horst Lichter, Stefan Lemhoefer
"Bares für Rares"-Expertin Bianca Berding erklärt die Uhr von Stefan Lemhoefer. Moderator Horst Lichter hört aufmerksam zu.
© ZDF
Eine seltene Uhr steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Doch obwohl die Händler ein stattliches Gebot abgeben, überlegt es sich der Verkäufer plötzlich anders.

"Ich habe eine Uhr für mein Auto gebraucht. Doch dann habe ich festgestellt, dass diese vielleicht ein bisschen zu schade sein könnte", sagt Stefan Lemhoefer aus Uetze. Der 53-Jährige kommt mit einer Quarzuhr zu "Bares für Rares". Tatsächlich war sein Instinkt richtig. Denn bei dem Stück handelt es sich um einen Meilenstein der Automobilgeschichte.

"Das ist eine ganz besondere Autouhr, sie ist sehr selten", sagt "Bares für Rares"-Expertin Bianca Berding. Auf den ersten Blick wirke das in Chrom eingefasste Modell zwar wie eine normale Tachouhr aus den 60er Jahren. Doch der Zeitmesser der Firma VDO sei ein Prototyp in einer limitierten Auflage von nur 1000 Stück gewesen. "Mit dieser Uhr wurde das Problem der Ungenauigkeit von Autouhren gelöst", erklärt die Sachverständige. Der Hersteller habe es mit dieser Uhr zum ersten Mal geschafft, die Abweichungen bei Autouhren auf ein Minimum zu beschränken. "Danach wurden Millionen von Autouhren nach diesem Prinzip gefertigt."

"Bares für Rares"-Expertin übertrifft die Erwartungen

300 Euro hätte Verkäufer Lemhoefer gerne für seine Uhr. "Davon möchte ich einen neuen Vorderreifen für meine Schlepper kaufen", sagt er. Expertin Berding schätzt die Uhr auf deutlich mehr. "600 Euro – nach oben offen", sagt sie über das seltene Stück. "Da springen sogar zwei Vorderreifen bei heraus", sagt Moderator Horst Lichter.

Im Händlerraum ist das Interesse an der Uhr groß. Sowohl Wolfgang Pauritsch als auch Julian Schmitz-Avila haben Interesse an dem Objekt. "Ich gebe Ihnen 500 Euro", sagt Pauritsch und hofft, den Zuschlag zu bekommen. Doch Verkäufer Lemhoefer, dessen Wunschpreis 300 Euro war, hat es sich anders überlegt. Er nimmt die Uhr wieder mit nach Hause.

"Ich glaube, er hätte mindestens eine vierstellige Summe haben wollen", sagt Pauritsch enttäuscht. Doch er respektiert die Entscheidung des Verkäufers. Lemhoefer geht mit einem guten Gefühl nach Hause. "Geld kommt und geht. Doch dieses Stück bleibt."

mai

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