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"Bares für Rares" Diamant entpuppt sich als Fälschung - Expertin verrät genialen Echtheitstest

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Gast Claudia Löchle kommt mit einem Ring zu Horst Lichter und Wendela Horz
© ZDF
Ein Diamantring steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Doch die Besitzerin erlebt eine bittere Enttäuschung. Der Stein ist nicht echt. Die Expertin erklärt, wie auch Laien das erkennen können.

"Der ist sicherlich echt", sagt Claudia Löchle aus Rottweil. Die 50-Jährige kommt mit einem Erbstück ihres Vaters zu "Bares für Rares". Der Goldring ist vor allem wegen seines großen Steins bemerkenswert – für einen Herrenring ungewöhnlich. Doch bei der Expertise wird die Besitzerin eine Enttäuschung erleben.

"Wir haben hier einen Bandring, der üblicherweise aus einem Stück geschmiedet wurde", erklärt "Bares für Rares"-Expertin und Diamantgutachterin Wendela Horz. Allerdings sei dieses Objekt ein jüngerer Ring, der in alter Tradition gefertigt sei. Vermutlich in den 70er oder 80er Jahren. "Man kann gut erkennen, dass der Ring nicht geschmiedet, sondern aus 333er Gold gegossen wurde." Das macht die Expertin stutzig. Denn eine so niedrige Legierung sei in Verbindung mit einem Diamanten unüblich.

"Bares für Rares"-Expertin verrät einfachen Trick

Bei der Überprüfung mit dem elektronischen Tester stellt sich dann heraus: Der Diamant ist nicht echt, sondern nur ein Zirkon. "Das ist dann leider nur Modeschmuck für den Herrn", fasst Moderator Horst Lichter das Ergebnis zusammen. "Leider hat nicht jeder einen Diamanttester zuhause", sagt Horz. Doch es gebe einen Trick, einen echten von einem falschen Stein zu unterscheiden.

"Es gibt einen Test, wenn man einen Diamanten hat, der im Diamantschliff geschliffen ist", erklärt Horz. Dazu solle man einen schwarzen Punkt auf ein weißes Stück Papier malen und den Stein dann darauflegen und durchschauen. "Verschwindet der Punkt auf magische Weise, ist der Stein vermutlich echt", erklärt sie. Durch den Schliff und die Reflektion sei der Punkt nicht mehr zu sehen. Aber sei ein schwarzer Ring zu sehen, handele es sich sehr wahrscheinlich um keinen echten Stein. "Das würde bei einem echten Diamanten nicht passieren."

Ob ihr Vater wusste, dass der Ring nicht echt ist, weiß Besitzerin Löchle nicht. "Vielleicht wurde er mal betuppt", mutmaßt Lichter. Der Materialwert des Goldes liegt bei gerade mal 100 Euro. Da es sich um nichts Echtes und nichts Rares handelt, bekommt Löchle die Händlerkarte nicht. "Das ist schade", sagt die Schwäbin. Entmutigen lässt sie sich nicht: "Ich komme gerne wieder – mit anderen Ringen."

mai

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