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"Bares für Rares" "Damals fünf Euro, heute 50" - Goldpreis-Wahnsinn macht Verkäufer glücklich

"Bares für Rares": Leonardo Di Tuccio, Horst Lichter, Heide Rezepa-Zabel stehen am Pult
"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel wiegt das Goldarmband, Moderator Horst Lichter schwatzt mit Verkäufer Leonardo Di Tuccio.
© ZDF
Ein Panzer-Armband steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Die massiven Schmuckstücke sind an Damenhandgelenken nicht mehr sehr beliebt. Doch wegen des steigenden Goldpreises sind sie eine begehrte Wertanlage.

"Pures Gold", schwärmt Hors Lichter. Mit einem Armband kommt Leonardo Di Tuccio aus Hürth zu "Bares für Rares". "Das hat meine Mutter nur zu ganz besonderen Anlässen getragen, ansonsten lag es immer nur im Schrank", sagt der 50-Jährige über das Schmuckstück. Da er selbst nichts damit anfangen könne, wolle er es nun "unter die Leute bringen."

"Das Armband kommt aus Italien, aus dem Zentrum der Schmuckproduktion Vicenza", sagt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel. Es sei Ende der 50er Jahre gefertigt worden. "Damals nannte man das Teppicharmband und es war sehr begehrt." Die roten Steine sind allerdings eine Enttäuschung, denn es sind keine Rubine, sondern sie sind aus Glas. Dafür sei der Rest aus 750er Gold. "Eine andere Legierung gilt in Italien nämlich nicht als Gold", verrät die Schmuck-Expertin.

"Bares für Rares"-Expertin erklärt Wertsteigerung durch Goldpreis

Über den Wunschpreis hat sich Verkäufer Di Tuccio keine großen Gedanken gemacht. "800 bis 1000 Euro wären schön." Doch ein Blick auf die Waage zeigt: Es ist sehr viel mehr wert. "Um 1950 hat das Gramm Gold vier bis fünf Mark gekostet, heute kostet es 50 Euro", klärt Rezepa-Zabel auf. Der reine Goldwert des Armbands liege deshalb bei 1380 Euro. Aufgrund der schönen Verarbeitung liegt ihre Schätzung zwischen 1300 und 1600 Euro.

IIm Händlerraum freuen sich die Schmuckfans. "Sehr schön", urteilt Elke Velten-Tönnies. Wolfgang Pauritsch startet mit 1000 Euro, Velten-Tönnies erhöht auf 1100 Euro. Auch David Suppes ist dabei und bietet 1400 Euro. Doch obwohl seine Kollegin nachlegt, lässt er nicht locker. Als sie den Sack schon zu machen möchte und den Verkäufer fragt: "Wären Sie damit einverstanden", grätscht Suppes dazwischen. "Nein, ist er nicht." Seine Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Für 1550 Euro geht das Armband an ihn.

"Ich bin super zufrieden", sagt Verkäufer Di Tuccio. Es sei fast das Doppelte von dem, was er anfangs gedacht habe. "Ich fahre glücklich nach Hause."

mai

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