VG-Wort Pixel

"Bares für Rares" Händler sauer: Fabian Kahl schnappt ihm Kunstwerk weg

Fabian Kahl steht im Bares für Rares Studio in Pulheim, neben ihm sitzen seine Kollegen
"Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl zählt das Geld vor. Sein Kollege Julian Schmitz-Avila (l.) kann nur schwer verbergen, dass er angefressen ist.
© ZDF
Bietergefecht bei "Bares für Rares": Im Händlerraum streiten sich Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila um eine Grafiksammlung. Am Ende freut sich vor allem der Verkäufer.

"Jetzt kommen wir zum Gedöns", sagt Moderator Horst Lichter. Da ahnt der "Bares für Rares"-Moderator noch nicht, dass es sich um ein Konvolut an Meisterwerken handelt: Mit einer ganzen Mappe voller Kunstwerke kommt Frank Voldrich aus Essen in die ZDF-Trödelshow. Der 56-Jährige hat ein Erbstück seines Opas dabei. "Der war im Folkwang Museum in Essen Nachtwächter", erklärt Besitzer Voldrich. Die Mappe mit Grafiken ist von den Künstlern teilweise persönlich signiert worden – und macht sie zu einem seltenen Unikat.

"Hier muss man eine Menge erzählen", beginnt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel seine Begutachtung. Die Mappe mit den Grafiken sei 1970 zur Biennale im Venedig aufgelegt worden, um die Werke der deutschen Künstler Günther Uecker, Peter Lenk, Georg Karl Pfahler und Heinz Mack vorzustellen. Ursprünglich habe es auf den einzelnen Mappen keine Signaturen gegeben. Doch bei einem Festakt im Folkwang Museum in Essen habe der Großvater des Verkäufers seine Chance genutzt. "Das wertet die Arbeit deutlich auf."

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Schätzung

Zwischen 800 und 1000 Euro hätte Besitzer Voldrich gerne für die Sammlung. Experte Kümmel liegt mit seiner Schätzung sogar darüber. Durch die Signaturen seien die Grafiken zwischen 2000 bis 2400 Euro wert. "Nichts wie ab in den Händlerraum", sagt Lichter, so als könne er immer noch nicht glauben, dass ein paar Grafiken so viel wert sein können. Doch wie tief greifen die Händler dafür in die Tasche?

Julian Schmitz-Avila startet mit einem Gebot von 500 Euro. Doch auch die anderen Händler sind interessiert. Bei 1000 Euro wird es spannend. "Das hat Potential", sagt Fabian Kahl und liefert sich ein Bietergefecht mit Schmitz-Avila. In 50er-Schritten schrauben die beiden den Preis nach oben. Beim Stand von 1750 Euro will Schmitz-Avila seinem Konkurrenten eine Ansage machen: "2000 Euro." Doch Kahl bleibt cool, lacht und erhöht wiederum um 50 Euro. "Dann bin ich raus", sagt Schmitz-Avila unzufrieden. Einen Glückwunsch gönnt er Kahl nicht. Sichtlich angefressen schaut er zur Seite.

Doch Kahl und Voldrich freuen sich. Der eine über seinen "ersten Uecker", der andere über die stolze Summe von 2150 Euro.

Lesen Sie auch:

Quelle: "Bares für Rares" vom 23. Februar 2021. Die Trödelshow mit Horst Lichter läuft um 15.05 Uhr im ZDF und ist vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker