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"Bares für Rares" "Die Händler werden nicht genug Geld dabei haben" - Horst Lichter wittert Sensation

Bares für Rares: Friederike Werner, Horst Lichter. Ehepaar Herrig
"Bares für Rares"-Expertin Friederike Werner und Horst Lichter bestaunen das Gemälde von Ehepaar Herrig.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein altes Gemälde zum Verkauf. Moderator Horst Lichter ist begeistert und glaubt fest an ein Meisterwerk. Tatsächlich wird beim Händler das Geld knapp.

"Ich bin schwer beeindruckt", sagt Horst Lichter, als der das Gemälde sieht. "Ich glaube heute ist der Tag, an dem wir einen unfassbaren Schatz entdecken und die Händler nicht genug Geld dabei haben werden", mutmaßt er. Denn Anja und Reinhard Herrig aus Trier kommen mit einem Meisterwerk zu "Bares für Rares". "Das Bild ist seit fünf Generationen in unserer Familie", klären die Besitzer auf. Einer der Großväter soll mit Alexander von Humboldt befreundet gewesen sein, der wiederum den Maler kannte. "So wird es erzählt", sagt Herrig. Doch stimmt diese Geschichte?

"Die dramatische Szenerie zeigt Oliver Cromwell", sagt "Bares für Rares"-Expertin Friederike Werner. Er sei für die Hinrichtung Karls I. verantwortlich gewesen. Die Darstellung sei ein Mahnbild gegen absolutistische Herrscher. Der Berliner Maler Julius Schrader habe diese Thematik in der deutschen März-Revolution 1848 aufgegriffen. Der Rahmen sei original und "ein Prunkstück", die Leinwand müsse einmal gereinigt werden.

"Bares für Rares"-Expertin begeistert von Malerei

2000 Euro hätten die Besitzer gerne für ihr Erbstück. Expertin Werner ist zwar vom Zustand des Gemäldes nicht begeistert, aber die "Malerei ist sehr, sehr gut", sagt sie. Deswegen liege ihr Schätzpreis bei 2500 bis 3000 Euro. Die Vorhersage Lichters bewahrheitet sich somit nicht. Das Bargeld der Händler dürfte ausreichen. Doch sind sie überhaupt an dem Kunstwerk interessiert?

"Das Ding ist toll", sagt Steffen Mandel, doch leider sei das Gemälde zu groß, um es "in den Kofferraum zu stecken". Julian Schmitz-Avila, Christian Vechtel und Markus Wildhagen sind hingegen begeistert. Nach einem Startgebot von 600 Euro überbieten sich die drei Händler gegenseitig. Bei 1750 Euro von Schmitz-Avila scheint Schluss zu sein. Doch die Verkäufer pokern. "Unter 2000 Euro" wollen sie ihr Kunstwerk nicht hergeben. Schmitz-Avila ist einverstanden, der Zuschlag geht an ihn. Und tatsächlich sagt er: "Hoffentlich habe ich genug Bargeld dabei." Doch seine Reserven reichen.

Damit haben die Verkäufer ihren Wunschpreis erhalten. "Alles super gelaufen, wir sind zufrieden."

mai

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