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Zentralrat der Muslime: Bei Anne Will "wird versucht, Neo-Salafismus in Deutschland salonfähig zu machen"

Bei der Talkshow "Anne Will" am Sonntagabend war auch eine vollverschleierte Muslimin zu Gast. Für den Chef des Zentralrates der Muslime ein Skandal.

Anne Will und  Nora Illi, die vollverschleierte Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats in der Schweiz (rechts im Bild)

Das Thema bei Anne Will lautete "Mein Leben für Allah - Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?". Ein Gast der Talkerin (l.) war auch Nora Illi, die Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats in der Schweiz.

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, kritisiert die ARD-Talkshow " ", bei der am Sonntag die vollverschleierte Muslimin Nora Illi zu Gast war. "Das war Agitprop statt Bildungsfernsehen", sagte er im Interview der in Dortmund erscheinenden "Ruhr Nachrichten“. "Auf dem Rücken von Millionen von Muslimen und noch mehr Ahnungslosen wird so versucht, Neo-Salafismus in Deutschland salonfähig zu machen."

Ein Zerrbild des Islam bei Anne Will?

Anne Will Die Sendung habe ein Zerrbild gezeichnet. "Dadurch war die Empörung nicht nur unter den Muslimen groß, weil dort radikale Minderheitspositionen eine Deutungsmacht zugesprochen wird, die die mehrheitlich friedliebenden ablehnen."

Kritik übte Mayzek auch an dem "Tatort" aus Kiel mit Axel Milberg als Hauptkommissar Borowski, der Anlass für das Thema der jüngsten "Anne Will"-Talkshow war. Borowski hatte es in dem jüngsten Fall mit einer Schülerin aus Kiel zu tun, die zum Islam konvertiert und sich in einen Dschihadisten verliebt. "Nicht nur die "Anne Will", auch bereits der "Tatort" davor war zum Beispiel voller Klischees über den Islam", sagte Mayzek.

Muslime seien in den Rundfunk- und Fernsehräten nicht adäquat vertreten. "Da gibt es ebenso keine ausreichende Mitsprache beim Programm, zumal Muslime genauso Gebühren abtreten. Hier muss es ein Umdenken geben. Da fehlt es an der notwendigen Sensibilität."


Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo