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TV-Kritik "Perfektes Promi-Dinner": Alles easy-peasy mit Waurelio

Keine Küchenschlacht, kaum Pfiff: Beim Wiedersehen raspelten die Ex-Dschungel-Bewohner Süßholz – selbst die einstigen Erzfeinde Walter und Aurelio verstehen sich blendend.

Von Simone Deckner

Dschungel-Quartett beim Promi-Dinner: Walter, Aurelio, Rebecca und Tanja

Dschungel-Quartett beim Promi-Dinner: Walter, Aurelio, Rebecca und Tanja

Resteverwertung à la RTL: Die Ex-Dschungelcamper Tanja Tischewitsch, Rebecca Siemoneit-Barum, Aurelio Savina und Walter Freiwald brutzelten sich durch den zweiten Teil des "Dschungel-Spezials" beim perfekten Promi-Dinner. Ein klassischer Versuch, die 15 Minuten Ruhm zu strecken. Und eine fast unlösbare Aufgabe, bedenkt man, dass die Protagonisten schon im Dschungel oft so traurig anzusehen waren wie eine Packung Tiefkühl-Frühlingsrollen.

Allein eine Hoffnung bestand: Dass sich „Krawalter“ Freiwald und der Mann Aurelio zwischen jovialen Sprüchen über die Fleischtheke und umständlicher Hantiererei mit dem Pfannenwender so anpampen würden wie dereinst in Australien.

Gute Stimmung unter Erzfeinden

Doch daraus wurde nichts. Es war, als hätte jemand Kreide als Vorspeise kredenzt: So freundlich gingen der Fast-Bundespräsident und der Ex-Stripper miteinander um. Walter schwärmte etwa von der "italienischen Gastfreundschaft" und dem Tiramisu, dass Aurelio servierte (die Zubereitung der Speisen delegierte er, ganz Macho, zu 100 Prozent an seine Mama). Aurelio wiederum lobte Walters Hauptgericht noch am Esstisch: "Allein für das Fleisch würde ich dir zehn Punkte geben, ehrlich."

Zudem traten weitere Übereinstimmungen in Sachen Geschmack zwischen den einstigen Erzfeinden hervor, die nachhaltig irritierten. Das Ungetüm von Gehrock in schwarz-grau, in das sich Aurelio als Gastgeber warf, hätte sich auch hervorragend als Accesoire in Walters Schlafzimmer gemacht: Die Bettstatt des selbsternannten "Dschungelkönigs der Herzen" war mit einer furchterregenden Umrandung in schwarz -gold ausstaffiert, die selbst Harald Glööckler als "ein bisschen drüber" beschreiben würde.

Walters Kommentare aus dem Off

Zudem hatte RTL die seltsame Idee, Walter als Off-Sprecher während der Folge auftreten zu lassen. Das führte mitunter zu skurrilen Szenen. "Mal sehen, ob ich da bin?" kommentierte Off-Walter die Situation, in der der Kameramann an Walters Haustür schellte. Unkomplizierter ging es in der Küche zu: Der Zuschauer erfuhr, dass Walter nichts für so wichtig hält wie gute Messer ("Messer müssen affenscharf sein"), Walters Sohn jedoch vieles für wichtiger hält, als seinen Vater im Dschungelcamp zuzusehen.

Hätte der ehemalige "Der Preis ist heiß"-Co-Moderator nicht regelmäßig wie ein brünftiger Bergziegenbock gelacht, man wäre fast Rebecca Siemoneit-Barum gefolgt: Die hatte im Gespräch mit Aurelio knallhart diagnostiziert: Walter ist ein sehr angenehmer Mensch, wenn er gut drauf ist."

Tanja Tischewitsch: "Ich kann nicht kochen"

Wo wir gerade bei übertrieben guter Laune sind: Wo kriegt man die Zutaten her, die sich Tanja Tischewitsch jeden Morgen in den Kaffee kippt? Ein Phänomen, die Frau. Sie könne "überhaupt nicht kochen" erklärte sie kichernd. Und kochte dann "easy-peasy" Dinge zusammen, die bei den Gästen überraschend gut ankamen. Für Walter etwa gab es eine Extrawurst, weil der nicht so gerne Fisch mag, Tanja aber Gambas auf dem Menü hatte ("Gambas gehören ja auch irgendwie in die Kategorie Fisch"). Als der Herd der Ex-DSDS-Teilnehmerin zeitweilig nicht mehr mitspielen wollte, quittierte sie dies mit einem Redeschwall von Dieter Thomas Heck'schen Ausmaßen. Sie sei halt eine "Labertasche", die "Dinge gut verkaufen kann" so Tischewitsch, die als Berufsbezeichnung neuerdings "Entertainerin" angibt.

Gut zu beobachten etwa beim Einkaufen: Im Supermarkt krallte sie sich kurzerhand eine männlichen Mitarbeoter mit Emo-Frisur und becircte diesen, ihr alle benötigten Zutaten brav in den Einkaufskorb zu legen. Bedauerlicherweise war der Gute nicht bei Facebook, sonst hätte Tanja ihn direkt geaddet. Aber bloß, wenn er ihr nicht, wie manch anderer "voll perverser Fan" direkt Pimmelfotos schickt. Bester Spruch, als Rebecca Siemoneit-Barum zum Nachtisch Crêpes serviert: "Ist das selbst gemachte Sahne?"

Siemoneit-Barum, die seit über 20 Jahren die "Iffi" in der "Lindenstraße" spielt, bekam wiederum ausgiebig Sendezeit, ihren Tränenauftritt im Dschungel zu deuten ("das musste raus"). Ansonsten beschäftigte sich fast wie besessen mit der Anziehungskraft, die der Mann Aurelio auf das andere Geschlecht ausübt. Sichtlich beeindruckt wiederholte sie mantraartig, dass "wirklich jede Frau weltweit" auf Aurelio stehe, was bei dessen Optik ja auch "kein Wunder" sei. Alle zehn Minuten bekäme er eindeutige Anfragen auf Facebook, inklusive Telefonnummern, du ahnst es nicht ... Auch Tochter Rachel ließ sich nicht davon abschrecken, dass der Latin Lover scheinbar immer im selben T-Shirt aufkreuzte und führte ihm ein paar Pirouetten an der hauseigenen Pole-Dance-Stange ("das war ein Geschenk") vor.

Pole-Dancing und Bier im Zirkuswagen

Das Menü wurde da eher zur Nebensache. Siemoneit-Barum selbst fand ihr Hauptgericht "gar nicht mal sooo gut". Punkten konnte die Besitzerin freilaufender Hühner aber mit einem zur Bar umfunktionierten alten Zirkuswagen. In den zog sich Walter mit einem Bierchen zurück und beantwortet nonchalant Fragen der anwesenden Großfamilie nach seiner Karriere: "Da kommt jetzt eine Fernsehshow nach der anderen."

Außerdem darf sich Walter nun bereits zum zweiten Mal (nach 2007) Sieger des perfekten Promi-Dinners nennen. Den Thron teilen musste er sich allerdings mit seinem neuen besten Buddy Aurelio (beziehungsweise dessen Mutter). Rebecca und Tanja feierten die Gewinner sogleich frenetisch – mit einem Spitznamen, bei dem selbst Brangelina neidisch werden könnten: Waurelio.

Unsere Autorin bei Twitter: @senatorsim.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(