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Dschungelcamp 2014, Tag 8 Mad Marolt und Mola Münchhausen


Larissa knackt den Prüfungs-Weltrekord, Mola macht den Drückeberger und Corinna Drews muss die Koffer packen. Die erste Dschungelcamp-Woche endet, wie sie begann: hysterisch und höchst unterhaltsam.
Von Ingo Scheel

Die Auftaktwoche des Dschungelcamps geht zu Ende und man fühlt sich schon so durchgenudelt, als hätte man drei Staffeln hinter sich - soviel ist allein in den ersten sieben Tagen los gewesen. Und auch an Tag 8 bleibt kaum Zeit zum Luftholen. No Sleep 'til Dschungelprüfung. Das traumatische Tandem des Vortags musste erneut ran, die RTL-Zuschauer wissen genau, was gut ist: Die Drama-Queen und der Problembär. Das Irrlicht und der Rastamann. Mad Marolt und Mola Münchhausen.

Wir erinnern uns: Der ehemalige Unterbüxen-Unternehmer hätte keine 24 Stunden zuvor für seine fantasievollen Ausführungen und Realitätsverbiegungen fast einen Extra-Stern verdient gehabt. Mit derart vielen fremden Federn hatte sich Käpt’n Mola geschmückt - trüge er sie alle am Kopf, er könnte sofort als neuer Winnetou in Bad Segeberg einreiten. Vom TV-Tycoon zum Lügenbaron - die krasseste Verwandlung seit Jeff Goldblum in "Die Fliege". Und das Drama ging weiter: Nach der Prüfung ist vor der Prüfung. Für das disaströse Duo gab es diesmal Spiderman, heißer Stuhl und heißer Draht - alles in einem.

Acht Prüfungen in Folge

Am Kran über einem Spinnennetz aus Kupferrohr schwebend, musste Larissa, als Spinne verkleidet, einen Ring mittels einer Stange so über das Rohr führen, dass der Ring nicht in Berührung mit dem Kupfer kommt. Mola wiederum musste diesen Kran bedienen und lenken. Bei jeder Berührung mit dem Metall bekam Mola dabei nicht nur einen Eimer Gehacktes, Getier, Gedärm über die Matte, ihm wurde zusätzlich auch noch ein leichter Stromschlag versetzt. Bsssst. Und nochmal: Bsssst. Und wieder Bsssst. Ein wüster Wiedergänger seiner einstigen Misserfolgssingle "Shake that Body". Er rüttelt sich und schüttelt sich und wirft den Ehrgeiz hinter sich. Schlamm von oben, Strom von unten, es reichte Mola.

Unter dem entsetzten Gebrüll und Gestrampel von Larissa, die - gestählt von acht Prüfungen hintereinander (das bedeutet Weltrekord!) - unbedingt weitermachen wollte, brach er ab. Und Sekunden später gab es dann derart Saures, der Mann aus Uelzen hätte am liebsten gegen Starkstrom getauscht: "Weißt du was, ich habe Schmerzen, jeden einzelnen Tag. Ich habe Schmerzen, hier drin zu sein. Mein ganzer Körper ist blau, mir tut alles weh. Aber auf eine Idee bin ich noch nie gekommen: aufzugeben, bevor es vorbei ist!", entfuhr es der Spinnenfrau, doch es war zu spät.

Sind Drogen im Spiel?

Alles hatte der Adebisi in seiner farbenreichen "Karriere" durchgehalten: Motorrad-Crash und Promi-Dinner, Tanzshow und Bums-Casting - das hier ging über seine Grenzen hinaus. Zwei Prüfungen, Ende, over, aus die Mola-Maus. Zurück im Lager dübelte er das Geschehen dann erneut derart ins Reich der Fantasie, man fragt sich, wie er den prallen Drogenbeutel beim Einzug am Drill-Seargant vorbeischmuggeln konnte.

"Gebissen, gebissen, gebissen, gebissen" wurde er, dazu der schlimme Strom, Larissa, die es einfach nicht drauf hatte. Und überhaupt: Der seelische Druck wird zu groß. Mit der Energie ist es vorbei, ihm wurde alles abverlangt. Diese Anekdoten können nur mit Hilfe bewusstseinserweiternder Drogen zustande gekommen sein.

Oder hatte er etwa an Glatzenpeters Jungle-Joints gezogen? Der jedenfalls zeigte sich plötzlich als milder Mediator, als Ommmm-budsmann für Larissa, die, dem Busch-Burnout nahe, mit dem Gedanken spielte, das Camp zu verlassen. Und - dem Himmel über Australien sei Dank - am Ende dennoch drin blieb.

Tschüss, Corinna Drews!

Optisch wird Winnie dabei immer mehr mit dem Dschungel eins. Hatte der Mann aus dem Osten beim Einzug noch ausgesehen wie die Großtante von Jürgen Drews, ist er in Sachen Look mittlerweile ein Fall für die Komparsen-Riege des "Hamburg Dungeon". Dennoch: Nach der Reisrotz-Attacke scheint hier wieder ein wenig Normalität Einzug zu halten. Das Gegenteil von Einzug hieß diesmal Corinna Drews.

Die wurde nämlich als erste Insassin vom Publikum geschasst und darf sich nun eine Woche lang das Wendler-Gewäsch an der Hotelbar anhören - Strafe muss sein. Wer sich so hartnäckig weigert, einen zweiten Satz zu sprechen, bekommt die Rechnung. Das dürfte beim nächsten Mal dann wohl auch Tanja Schumann erfahren. Mit einem Aktionsradius, als würde man sich fürs Pfahlsitzen in einem niedersächsischen Erlebnispark vorbereiten, wird man eher nicht Dschungelkönig.

War sonst noch was? Ach ja - bei der Schatzsuche bekamen es Julian und Melanie mit einem Kreuzworträtsel zu tun. Pisa-Test für Umschulungsabbrecher - und die beiden machten es nicht einmal schlecht. Eines der zu erratenden Worte galt dem Kürzel für die morgendliche Erektion von Gabbys Freund. Das gab dem Wort "Mola" schließlich doch noch etwas Versöhnliches.


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