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Dschungelcamp 2014: Das sind unsere Königinnen der Herzen

Am Sonntag wird die Dschungelkrone 2014 vergeben. Für uns steht schon fest: Es muss eine Königin werden. Tanja, Larissa oder Melanie - wir verraten, wen wir warum unterstützen.

Von U. Klode, C. Heidböhmer und J. Maier

Team Melli

Ganz klar. Melanie Müller wirkt so unglaublich tough, dass es mich jeden Abend wieder erstaunt. Als bekannt wurde, dass sie in den Dschungel geht, dachte ich: Och nee, wieder so eine vollbusige Unbekannte, die sich unglaublich anstellt, ständig nackt durchs Camp rennt und jeden Abend irgendwelche "Geständnisse" aus ihrem "früheren Leben" macht. Aber nein, sie stellt sich nicht an und ist überhaupt nicht eitel. Egal, was verlangt wird, sie tut es, ohne viel Geschiss zu machen. Sie ist die perfekte Kombination: Sie hat sich gut vorbereitet, ist hart im Nehmen und lässt sich von den anderen nicht ins Bockshorn jagen. Eine waschechte Jägerin haut eben so schnell nichts um. Ich bin noch immer baff, dass sie bei ihrer ersten Dschungelprüfung natürlich erkannt hat, dass es sich bei dem rot-schlammbraunen Saft vor ihr um pürierte Leber handelt. Besonders schön an dieser Szene: der krasse Gegensatz zu Larissa, die kein einziges der "Getränke" herunterbekommen hat und ein Drama daraus gemacht hat.

Klar, die Sendung braucht Drama. Aber wie die vergangenen Jahre gezeigt haben: Drama gewinnt nicht. Drama gibt entweder auf oder wird rausgewählt. Wer gewinnt? Der, der sich durchbeißt, hin und wieder Gefühle zeigt und gleichzeitig anständig bleibt. Nein, hier kommt jetzt kein Schenkelklopfer zum Thema "Pornosternchen und Anstand". Ich meine "anständig" ernst: Sie ist die einzige, die sich nicht am Larissa-Mobbing beteiligt. Die einzige, die Larissa, wenn sie etwas an ihr stört, das auch ins Gesicht sagt. Oder das leicht durchgeknallte Model sogar verteidigt. Wie es einer Dschungelkönigin würdig ist.

Ulrike Klode ist Teamleiterin Unterhaltung bei stern.de

Team Larissa

Hätte mir vor zehn Tagen jemand gesagt, ich würde eines nahen Tages eine Lanze für Larissa Marolt brechen, ich hätte ihn für verrückt erklären lassen - und mich gleich dazu. Lieber hätte ich freiwillig eine Kakerlake verspeist, als diese verzogene Rotznase zu unterstützen. Schon am ersten Tag zeigte sie sich überfordert, aus ihrem Koffer im Hotel drei Gegenstände auszuwählen, die sie mit ins Camp nimmt. Die nächsten Tage fiel sie durch permanentes Geplapper auf. Natürlich drehte es sich immer und ausschließlich um sie. Was habe ich mich gefreut, als sie Tag für Tag in die Dschungelprüfung gewählt wurde. Ich empfand es als gerechte Strafe für einen Menschen, der weder willens noch dazu in der Lage ist, andere Menschen wahrzunehmen, geschweige denn sich auf sie einzulassen.

Doch mit der Zeit nahm meine Abneigung gegen sie ab. So wie ein Mensch, der 20 Jahre neben der Autobahn wohnt, irgendwann das Lärmen der Autos ausblendet, habe ich mich an ihr Dauergeplauder gewöhnt. So sehr sogar, dass ich sie in mein Herz geschlossen habe. Denn Larissa hat einen guten Kern, ist ein liebenswerter Mensch. Sie erinnert mich an meine siebenjährige Tochter. Auch die lebt in dem Glauben, die Erde drehe sich nicht um die Sonne - sondern um sie. Und so wie ich bei meiner Tochter regelmäßig Entwicklungssprünge sehe, hat auch Larissa seit ihrem Einzug ins Dschungelcamp beachtliche Fortschritte gemacht. Bei den Dschungelprüfungen reißt sie sich zusammen und kämpft, im Lager hört sie ihren Mitstreitern inzwischen zu. Zumindest manchmal. Wenn diese Entwicklung so rasant weitergeht, könnte aus ihr in zehn Jahren ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden. Diesen Prozess möchte ich unterstützen - Larissa muss Dschungelkönigin werden!

Carsten Heidböhmer ist Redakteur bei stern.de

Team Tanja

Sagt nix, macht nix, aber stört auch nicht: Tanja Schumann ist die Julia Biedermann des Camps 2014. Tagelang haben sich Sonja Zietlow und Daniel Hartwich einen Witz daraus gemacht zu fragen: "Ist die überhaupt noch im Camp?" Die durch die Show "RTL Samstag Nacht" bekannt gewordene Comedian langweilt die Zuschauer mit dem immer gleichen Gesichtsausdruck und "Kentucky-schreit-ficken"-Gags, die damals schon nicht lustig waren. Im Vergleich zu Schumann wirkt selbst der ewige Camp-Opa Bata Illic wie ein spritziges Showtalent. Nicht mal eine Dschungelprüfung hat die 51-Jährige bislang absolviert. Warum auch? Ohne döst es sich viel besser durch den Urwaldalltag: schlafen, essen, schlafen.

Tanja Schumann verkörpert keinerlei Tugenden, die eine Dschungelkönigin mitbringen sollte. Warum also sollte sie auf den Thron? Ganz einfach: Weil Deutschland dann die lustigsten Zuschauer ever, ever, ever hätte! Längst haben sich die Telefonanrufer einen Witz daraus gemacht, für Schumann abzustimmen. Frei nach dem Motto "Du kommst hier nicht raus", wird sie im Camp festgehalten, obwohl sie täglich darum bettelt, noch ein paar "schöne Tage" mit ihrem "Mann am Pool" im australischen Dschungel verbringen zu dürfen. Auf Kosten von RTL, versteht sich. Doch die Zuschauer glauben offenbar nicht, dass sie das verdient hat: Die bleibt hier!

Da es in diesem Jahr keinen Sympathieträger wie Olivia Jones oder Ross Antony im Camp gibt, ist Tanja Schumann die einzig logische Alternative auf den Thron. Sie wird als "Tanja, die Unlustige" in die Dschungelcamp-Annalen eingehen. Und trotzdem hätten die Zuschauer sich den größten Spaß aus ihrer Wahl gemacht. Ruft an, Ihr Schelme!

Jens Maier ist Redakteur bei stern.de