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Dschungelcamp 2014 Warum wir uns vor Kakerlaken ekeln


40.000 Kakerlaken auf kleinsten Raum - das ist nix für Zartbesaitete. Jochen Bendel musste sich der Küblböck-Gedächtnis-Dschungelprüfung stellen. Wir erklären, warum die Kakerlake Menschen anwidert.
Von Dominik Brück

Der Kreisch-Faktor ist in diesem Jahr im Dschungelcamp besonders hoch: Larissa Marolt hat gleich nach dem Einzug ins Camp bewiesen, dass für manche nicht viel passieren muss, um eine Panikattacke nach der anderen auszulösen. Irgendwann kommt im australischen Dschungel aber jeder an seine ganz persönlichen Grenzen - meist steht das im Zusammenhang mit allerlei Getier, das durch den Urwald krabbelt und kriecht.

Jochen Bendel kann seit Montagabend ein Lied davon singen, was es heißt, von Kakerlaken umgeben zu sein. Im Daniel-Küblböck-Gedächtnis-Sarg durfte er 40.000 Kakerlaken Gesellschaft leisten. Es müssen nicht Zehntausende sein - auch ein Dutzend auf dem Kopf reicht aus, um bei Dschungelprüfungen die Kandidaten zum Kreischen zu bringen. Gründe genug, sich einmal näher mit den unbeliebten Besuchern des Dschungelcamps zu beschäftigen. stern.de zeigt, warum der Ekelfaktor bei der Camp-Kakerlake so groß ist.

Ein Blick auf die Kakerlake

Weltweit gibt es rund 4600 verschiedene Schabenarten, zu denen auch die Kakerlaken zählen. Welche genau die Camp-Bewohner plagt, ist aus der Ferne schwer zu sagen. Die meisten Kakerlaken haben jedoch einige Gemeinsamkeiten, die alle geeignet sind die Dschungelpromis zu ärgern:

a) Fühler

Die langen fadenförmigen Fühler am Kopf sind die wichtigsten Sinnesorgane der Kakerlake. Da die Insekten meist nachtaktiv sind, orientieren sich viele Arten, indem sie auch kleinste Erschütterungen wahrnehmen. Das ist notwendig, da die Tiere sehr schlecht sehen können. Zudem verwenden Kakerlaken ihre Antennen, um mit Artgenossen zu kommunizieren.

Die feinen, tastenden Fühler fallen bei den Dschungelprüfungen sicher kaum ins Gewicht, besonders wenn man sich in einer Wanne voller krabbelnder Kakerlaken befindet. Der Anblick der langen Antennen lässt aber so manchen Camp-Bewohner bereits große Augen machen.

b) Beine

Die meisten Kakerlakenarten haben drei Beinpaare. Durch Haftlappen an den Beinen sind die Insekten hervorragende Kletterer und können sogar glatte Flächen wie Glas problemlos überqueren. Dabei zählen die Krabbeltiere zu den schnellsten am Boden lebenden Insekten. Bis zu 5,4 Kilometer in der Stunde können manche Arten erreichen. Das ist im Verhältnis zur Körpergröße sogar schneller als ein Gepard.

Wenn es überall krabbelt und kribbelt, bringt das auch die stärksten Dschungelcamper aus der Fassung. Unzählige kleine Beinchen, die schnell über die nackte Haut und durch die Haare huschen, sind auch für die meisten Zuschauer eine echte Horrorvorstellung.

c) Körper

Der flache Körper der Kakerlake ermöglicht es ihr, in kleinen Ritzen und Spalten Schutz zu suchen. Dabei hält sie sich am liebsten in feuchten und warmen Ecken auf. Die Kakerlake besteht zudem aus viel Eiweiß und sehr wenig Fett.

Daher ist es zwar unbedenklich, die Insekten zu verspeisen, wovon die Dschungelpromis sich schon mehrfach überzeugen konnten, eklig bleibt es trotzdem. Auch suchen die Tiere am Körper warme und feuchte Stellen, sehr zum Leidwesen der Camper.

d) Flügel

Viele Arten von Kakerlaken besitzen auf ihrem Rücken ein Paar Flügel - richtig fliegen können dennoch nur die wenigsten. Vielmehr reichen die Flügel bei den meisten Kakerlaken nur aus, um im Gleitflug aus größeren Höhen zu entkommen.

Kakerlaken, die plötzlich mit ihren Flügeln zucken, oder tatsächlich abheben, haben schon so manchen Dschungelbewohner zu Schreikrämpfen veranlasst. Wenn man die Tiere dabei nicht berühren muss, ist das aber nicht ganz so schlimm.

e) Duftdrüsen am Hinterleib

Kakerlaken verbreiten mir ihren Drüsen Pheromone, um das andere Geschlecht für die Paarung anzulocken. Was die Insekten anzieht, ist für den Menschen jedoch ein miefiger Gestank.

Mit den Kakerlaken kommt auf das Dschungelcamp auch immer der üble Geruch zu. Das müssen die Camper aber ertragen: Denn ob man in einer Wanne voller krabbelnder Insekten wirklich tief durch den Mund einatmen will, ist fragwürdig.


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