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Dschungelcamp 2015, Tag 15: Fischauge sei wachsam

Tanja durfte nicht schlucken, Rolfe nicht bleiben und auch Walter Tage nach seinem Rausschmiss nicht zur Ruhe kommen. Nur Aurelio bekam endlich, was ihm zwei Wochen lang gefehlt hatte: Eier.

Von Ingo Scheel

Tanja Tischewitsch musste zur Dschungelprüfung

Tanja Tischewitsch musste zur Dschungelprüfung

Gut, es ist nicht viel los. So wenig, dass auch zwei Tage nach seinem Rauswurf lediglich der immer noch unablässig durchs Camp geisternde Name Walter Freiwalds für einen nostalgisch-wohligen Schauer sorgte, aber hey, es könnte alles viel schlimmer sein. Man könnte zum Beispiel Fan des FC Bayern sein. Oder Karten für ein Konzert von "The Dark Tenor" geschenkt bekommen. Oder man wäre dazu verdammt, Jörg Pilawa beim Tragen eines T-Shirts mit der Aufschrift "App App Hurra" zuzugucken.

Klingt gräßlich? Na also.

Dann doch lieber Dschungelcamp. Wer weiß, ob es das im nächsten Jahr nach der diesjährigen Schlaflabor-Ausgabe - und dem vogelwilden Plan, dem Format mit einem abgespeckten Sommerloch-Aufguss ein weiteres Mal ins Knie zu schießen - überhaupt noch gibt.

Also sei es drum - das Ding wird jetzt durchgezogen. Während der gemeine Zuschauer da und dort wegnickte, wird jemand wie Paul Janke, Ex-Bachelor und gerüchteweise der aktuelle Lover von Tanja Tischewitsch, vorm Fernseher wohl die Hände überm Kopf zusammengeschlagen haben. Da hatte der Ladykiller kurz vor Campstart gerade mit dem Unternehmen Tischewitsch-deck-dich begonnen, da machen die von RTL wieder alles kaputt und sagen allen Ernstes "Du darfst es NICHT schlucken" zu der wissbegierigen Mittzwanzigerin. Los Paul, da wird in Freiheit einiges an Aufbauarbeit nötig sein.

Maden, Augen, Hoden

Bei der Dschungelprüfung mit dem verquasten Namen "Die Tribune von Murwillumbah", eine Art Stiftung Marentest, musste Frau Gilzer durch allerlei Schlamm und Dreck und Gülle kriechen, während besagte Tanja, ausgestattet mit einer famosen Links-Rechts-Schwäche, ihr Kommandos geben sollte. Und dabei im Mund - bitte nicht schlucken - solche Delikatessen wie Maden, Fischaugen und Truthahn-Hoden aufzubewahren hatte. Würg.

Dem Zuschauer hatte sich zuvor schon das Abendessen Richtung Kehlkopf bewegt, so gemein, so hundsgemein hatten die Verbliebenen der Resterampe dem armen Walter Freiwald Dreck hinterhergeschleudert, wurde aus dem anlehnungsbedürftigen Kauz ein satanischer Sugardaddy zusammengeklittert. "Mir ist immer schlecht geworden, wenn er mit dir oder Sara rumgekuschelt hat. Für ihn ist es so, als hättet ihr ihn als Mann gut gefunden und nicht als netten Onkel.", unkte etwa Medusa-Maren Gilzer. Tanja wäre das natürlich nie in den Sinn gekommen: "Er ist doch so ein süßer Opi!" Ganz genau, Tanja, und ein so hübscher noch dazu. Welcher 60-Jährige sieht noch so … aber lassen wir das.

Weder Tofu noch Käse

Wie für Walter heißt es ja nun auch für Aurelio bekanntlich wieder hinten anstellen, wie alle anderen auch - kurz zuvor jedoch bröckelten DMA in knapp drei Minuten so viele Silben aus dem Backenbart wie in zwei Wochen nicht. Essen Mist, Walter doof, Tanja `ne Trantüte und die von RTL sowieso alle nicht ganz dicht. Fünf Wachteln zum Verzehr - und nicht ein Stück Käse für den vegetierenden Vegetarier. Gott, war das gut, als der Typ den Mund gehalten hat. Viel lustiger da schon Rolfe, der - wohl ohne es zu wissen - eine verdeckte Quizfrage einstreute. Wie muss es richtig heißen? A: Tofu. Oder B: Tufu. Oder C: Tofo. Gar nicht so einfach.

Für Aurelio gab es schließlich weder Tofu noch Käse und Wachteln schon gar nicht. Stattdessen war Ei sein Gemüse. DMAs schönster Tag seit langem kurz nach der Freilassung: In einem Fettpuff am Straßenrand der Kellnerin nachschauen, ein eiskaltes Getränk und sieben (!) Spiegeleier vor der Nase. Mnjam. Und am Ende hieß es doch noch Rolfe ade, Scheider tut weh. Der Ex-Juror konnte von Glück sagen, noch eine heile Brille zu besitzen: Nach Hause muss er alleine finden. Kurz vorm Finale traf ihn der Rauswurf. Um die Dschungelkrone "kämpfen" nun Jörn, Maren und Tanja.