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Erklärung zum "Ibes"-Start Spendenmarathon statt Absage – so reagiert RTL auf die Dschungelcamp-Kritik

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren das Dschungelcamp
Moderieren auch im nächsten Jahr wieder das Dschungelcamp: Sonja Zietlow (49) und Daniel Hartwich (39)
© MG RTL D / Arya Shirazi
Den Kritikern will RTL mit dieser Aktion den Wind aus den Segeln nehmen: Zu Beginn des Dschungelcamp 2020 verkündete der Sender, 100.000 Euro für die Opfer der Buschfeuer bereit zu stellen. Außerdem wird bei "Ibes" zu Spenden aufgerufen. Selbst die australische Botschafterin kam zu Wort.

Erst ein Shitstorm auf Twitter, dann böse Schlagzeilen einer Boulevardzeitung und schließlich fühlten sich selbst Politiker dazu berufen, sich zum Dschungelcamp zu äußern: Im Vorfeld der 14. Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" gab es Kritik an der Show. Grund sind die verheerenden Buschfeuer in Australien. In solch einer Umgebung dürfe man keine Unterhaltungssendung produzieren, hieß es. Sogar eine Online-Petition gegen das Dschungelcamp wurde gestartet. 

RTL hat zu Beginn der Show am Freitagabend auf die Begleitumstände reagiert. Nach dem Dschungelcamp-Trailer meldeten sich die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich um 21.17 Uhr live aus dem Urwald zu Wort. Statt mit dem Einzug der zwölf Kandidaten zu beginnen, gaben sie eine Erklärung ab: "Wir wollen unsere Präsenz und Power auch dazu nutzen, um zu helfen", sagte Hartwich. "Nicht als Ausrede, sondern aus Überzeugung und in tiefer, gewachsener Verbundenheit mit dem Land und den  Menschen."

Zum Dschungelcamp-Start spendet RTL 100.000 Euro

Die Moderatoren kündigten an, RTL werde 100.000 Euro als Spende für die Opfer der Buschfeuer zur Verfügung stellen. Der Betrag werde zum Ende der Staffel noch einmal aufgestockt. Außerdem würden die Dschungelcamp-Liveshows in den kommenden 16 Tagen genutzt, um bei den Zuschauern für Spenden zu werben. Zietlow erklärte: "Wenn Sie der Meinung sind, man sollte mehr machen als TV-Unterhaltung, super!  Dann sind wir einer Meinung. Also machen Sie es wie wir: Spenden Sie!“ Das gesammelte Geld werde über das Deutsche Rote Kreuz an Schwesterorganisationen in Australien weitergeleitet.

Mit der Spendenaktion will RTL den Kritikern der Show den Wind aus den Segeln nehmen. Vorbild dürften die derzeit in Australien stattfindenden ATP-Tennisturniere sein. Statt die beliebten Übertragungen abzusagen, ruft das australische Fernsehen in den Livesendungen zu Spenden aus. Außerdem haben die Veranstalter des Turniers die Zusage von Roger Federer, Rafael Nadal und Serena Williams für ein Benefizspiel erhalten, das am 15. Januar stattfinden soll. 

Australische Botschafterin begrüßt Fortsetzung des Dschungelcamp

Die australische Botschafterin in Berlin, Lynette Wood, begrüßt die Entscheidung von RTL, das Dschungelcamp nicht abzusagen. "Seit über zehn Jahren wird die deutsche Fernsehshow 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' im Norden von New South Wales gedreht. Seitdem haben sich viele persönliche Beziehungen mit den Menschen und Unternehmen vor Ort gebildet. Wir sind dankbar für die Fortsetzung der Produktion, die in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden die Sicherheit der Crew, der Teilnehmer und der Menschen  vor Ort sicherstellt", sagte Wood in einer Mitteilung.

Die erste Folge von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" können Sie bei TVNow sehen.

mai

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