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Netflix und TV Now: Auch Streaming ist preiswürdig: Das sind die Nominierten für den Grimme-Award

Der Streaming-Boom schlägt sich in den Nominierungen zum Grimme-Preis nieder: Mit Netflix und TV Now dürfen sich gleich zwei Plattformen Hoffnungen auf die renommierte Auszeichnung machen. Jede zweite Nominierung geht an die ARD.

"M - eine Stadt sucht einen Mörder"

Die Serie "M - eine Stadt sucht einen Mörder" ist auf Deutschland exklusiv auf der Streamingplattform "TV Now" abrufbar.

MG RTL D

Die öffentlich-rechtlichen Sender gehen als großer Favorit in die Vergabe des 56. Grimme-Preises. Von insgesamt 73 Nominierungen gingen 58 an Produktionen von ZDF, 3Sat oder zum ARD-Verbund gehörenden Anstalten. Mit 36 Nominierungen ging dabei fast jede zweite an die ARD.

Doch auch Streaming-Dienste dürfen sich als großer Sieger empfinden. Die US-Plattform Netflix schickt gleich drei Serien ins Rennen: "Wir sind die Welle" und "How to sell Drugs online (fast)" sind in der Kategorie "Kinder & Jugend" nominiert. Die HipHop-Serie "Skylines" darf sich Hoffnungen machen auf eine Auszeichnung "für den überzeugenden Umgang mit Musik".

"Prince Charming" und "M" sind nominiert

Auch der zur Mediengruppe RTL gehörende Streamingdienst TV Now ist mit zwei Produktionen in zwei Kategorien nominiert: Die auf Fritz Langs gleichnamigem Filmklassiker basierende Serie "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist in der Kategorie "Fiktion" vorgeschlagen. Regisseur und Autor David Schalko hat dabei den Originalstoff aus den 30er Jahren ins moderne Wien verpflanzt und dazu ein hochkarätiges Schauspieler-Ensemble um Verena Altenberger, Sophie Rois, Moritz Bleibtreu, Bela B und Lars Eidinger verpflichtet. (Lesen Sie hier eine Kritik der Serie)

Ebenfalls nominiert ist die erste schwule Datingshow. "Prince Charming" wurde im vergangenen Herbst auf TV Now ausgestrahlt und soll noch in diesem Frühjahr ins Fernsehen kommen. Die Kuppelshow um den "Prinzen" Nicolas Puschmann, der unter 20 Singlemännern erfolgreich seine Liebe fand, geht in der Rubrik "Unterhaltung" an den Start. (Hier finden Sie eine Kritik der Show)

Joko und Klaas ließen andere zu Wort kommen

Auch Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf erhielten eine Nominierung für eine besondere Aktion. In "Joko & Klaas LIVE – 15 Minuten" stellten die beiden Moderatoren ihre Sendezeit drei Menschen zur Verfügung, die sich gegen Rechtsextremismus, für Obdachlose und in der Seenotrettung engagieren.

An wen die Preise letztlich gehen, das entscheiden ab dem 25. Januar diverse Jurys. Die Ergebnisse werden am 27. März im Theater der Stadt Marl verkündet.