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Serie "ÜberWeihnachten" Luke Mockridge wurde Nominierung für den Comedypreis entzogen

Comedian Luke Mockridge
Comedian Luke Mockridge bei einem Auftritt im Dezember 2019
© Jens Niering/ / Picture Alliance
Am Abend wird in Köln der Deutsche Comedypreis verliehen. Zu den Nominierten gehörte auch Comedian Luke Mockridge. Doch nach den Vorwürfen gegen den 32-Jährigen wurde er wieder von der Liste gestrichen.

Die Serie "ÜberWeihnachten" mit Komiker Luke Mockridge ist nicht mehr für den Deutschen Comedypreis nominiert. Die Nominierung sei zurückgezogen worden, teilte der Sender Sat.1 am Donnerstag auf Twitter mit. Die Netflix-Produktion hatte ursprünglich in der Kategorie "Beste Comedy-Fiction" ins Rennen gehen sollen.

"ÜberWeihnachten" mit Luke Mockridge nicht mehr nominiert

Ralf Günther, Geschäftsführer der Veranstalter vom Cologne Comedy Festival, erklärte zu der Entscheidung: "Aufgrund der öffentlich geführten Diskussionen sind das Cologne Comedy Festival, Sat.1, Netflix, Brainpool Pictures und Luke Mockridge als Co-Produzent übereingekommen, dass die Produktion 'ÜberWeihnachten' von der Nominierungsliste des deutschen Comedypreises 2021 genommen wird." Da in diesem Fall nicht eine einzelne Person, sondern die gesamte Produktion nominiert worden sei, sollten "mit diesem Schritt die Beteiligten aus Cast und Crew geschützt werden". Der Deutsche Comedypreis wird am Freitagabend in Köln verliehen, der Sender Sat.1 überträgt das Event live.

Mockridge hatte im August in einem Video angekündigt, dass es 2021 keine Shows mehr mit ihm im Fernsehen geben werde. Er berichtete damals von Vorwürfen gegen ihn in sozialen Netzwerken und von der Anzeige einer Ex-Partnerin, die nach eigenen Angaben einen Vorfall in einer gemeinsamen Nacht als versuchte Vergewaltigung wahrgenommen habe. Mockridge wies die Vorwürfe in dem Video zurück. "Das, was mir vorgeworfen wird, das ist nicht passiert", sagte er. Seinen Rückzug begründete er damit, dass er sich "sammeln" wolle.

Luke Mockridge hat Auftritte für 2022 abgesagt

Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte, dass ein entsprechendes Verfahren Anfang Mai 2020 mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden sei. Eine Beschwerde der Anzeigeerstatterin gegen die Entscheidung sei als unbegründet zurückgewiesen worden.

Vor rund einer Woche kündigte Mockridge dann an, dass er seine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern werde. "Ich brauche Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen. Aus diesem Grund kann und werde ich die für das kommende Jahr bereits angekündigten SAT.1-Shows nicht moderieren", schrieb Mockridge auf Instagram. Er verwies auf aktuelle Berichterstattung zu seiner Person. Zuvor hatte "Der Spiegel" über das Verfahren und weitere Vorwürfe gegen ihn berichtet.

jum/DPA

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