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Verbale Entgleisungen: MDR beendet Zusammenarbeit mit Kabarettist Uwe Steimle

Aufgrund wiederholter verbaler Entgleisungen beendet der Mitteldeutsche Rundfunk die Zusammenarbeit mit dem Kabarettisten Uwe Steimle. Der Moderator warf seinem Arbeitgeber unter anderem mangelnde Staatsferne vor.

Uwe Steimle 2015

Der Kabarettist Uwe Steimle als Gast in der Talkshow von Sandra Maischberger (2015)

Picture Alliance

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) trennt sich von dem Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle. Als Grund nannte Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi wiederholte öffentliche Vorwürfe gegen den Sender. Das teilte der MDR am Mittwoch auf Twitter mit. Die Sendung "Steimles Welt", die vier Mal im Jahr im MDR ausgestrahlt wird, werde daher im Jahr 2020 nicht fortgesetzt.

Eine DPA-Anfrage bei Steimles Management mit Bitte um einen Kommentar blieb zunächst unbeantwortet. Steimle habe wiederholt die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks infrage gestellt, so Jacobi. In einem Interview mit der Jungen Freiheit" habe der 56-Jährige dem Sender 2018 "mangelnde Staatsferne" vorgeworfen.

Uwe Steimle wurde als ARD-Kommissar bekannt

"Der MDR hat schon damals öffentlich klargestellt, dass diese Aussage für ihn nicht akzeptabel ist", teilte Jacobi mit. Nach neuerlichen Vorwürfen gegen den MDR wegen mangelnder Loyalität dem Kabarettisten gegenüber sei "nun der Punkt erreicht, der eine weitere Zusammenarbeit für uns unmöglich macht."

Als Schauspieler ist der blonde Dresdner Uwe Steimle einem breiten Publikum unter anderem als Kommissar Jens Hinrichs in der Fernsehserie Polizeiruf 110 bekanntgeworden. Im Februar 2018 hatte ihm der Verein Friedensdekade nach Protesten und Populismusvorwürfen die Schirmherrschaft über die Ökumenische Friedensdekade entzogen.

fk / DPA
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