"Wer ist die Frau hinter der Ikone?" fragt "Terra X History" in einem 45-Minuten-Porträt anlässlich des 100. Geburtstag der Hollywood-Ikone Marilyn Monroe, die am 01. Juni 1926 in einem Krankenhaus in Los Angeles geboren wurde. Zerbrach sie am Ende ihres Lebens, als sie 1962 an einer Überdosis von Beruhigungsmitteln starb, an der Unvereinbarkeit der selbst geschaffenen Rolle, einer Mischung aus naiver Blondine und berechnender femme fatale, und ihrer unbeugsamen Selbstkritik, an den Maßstäben, die sie sich selber setzte?
Es ist tausendmal gesagt, Kritikern galt sie lange Zeit als "süßes Dummchen". In Wahrheit war die Monroe anders: klug, schlagfertig und politisch bewusst. Sie interessierte sich für Literatur und Philosophie und wollte sich nicht mit flachen Komödien begnügen. Mit Pin-up-Fotos, auch mit der U-Bahn-Schach-Szene aus "Das verflixte siebte Jahr" wurde sie zum Sexsymbol des 20. Jahrhunderts schlechthin.
Das ZDF zeigt nun (einmal mehr) die andere Seite der Monroe. jenseits des umschwärmten Sexsymbols, des blonden Dummchens, aber auch der gefeierten Schauspielerin: "reflektiert, scharfsinnig, einsam und verletzlich". Posthum entdeckte biografische Aufzeichnungen geben einen privaten, "fast schon intimen Einblick" in das Leben des Filmstars, der vom einstigen Waisenkind "zum Traum- und Sexsymbol der Männer aller fünf Kontinente" wurde, wie es ihr zeitweiliger Ehemann, der Schriftsteller Arthur Miller, umschrieb. Die Welt sah sie jedoch mit ihren eigenen Augen: "Ich stelle fest, dass Aufrichtigkeit und das Bemühen, möglichst einfach und direkt zu sein, so wie ich es gerne wäre, oft nur für Dummheit gehalten wird", so schrieb sie. "Aber da die Welt unaufrichtig ist, ist wahrscheinlich Aufrichtigkeit dumm."
Terra X History: 100 Jahre Marilyn Monroe – Ihr wahres Gesicht – So. 24.05. – ZDF: 23.30 Uhr