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"Schlag den Raab"-Verliererin Ria Sabay: "Ich habe die ganze Zeit an mich geglaubt"

In der ProSieben-Show "Schlag den Raab" musste sie mit 0:66 eine Rekord-Klatsche hinnehmen. Im stern.de-Interview erzählt Ria Sabay, warum es so schlecht lief, wie sie die Niederlage verkraftet - und wieso sie die Teilnahme nicht bereut.

Frau Sabay, haben Sie es schon bereut, dass Sie sich für "Schlag den Raab" beworben haben?
Auf keinen Fall. Ich habe die Sendung trotzdem genossen. Ich bin stolz, dabei gewesen zu sein. Auch wenn ich mit dem Resultat nicht zufrieden sein kann.

Die Geschichte von Ihrer Rekordniederlage steht in allen Zeitungen. Haben Sie heute Morgen kurz überlegt, ob Sie einfach im Bett bleiben?
Ja klar, ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht zeigen konnte, was ich draufhab. Ich hatte mir viel vorgenommen. Aber es hilft ja nichts: Wenn man am Boden liegt, muss man wieder aufstehen.

Was ist bei "Schlag den Raab" schiefgegangen?
Ich bin nie richtig in die Sendung reingekommen. Es wäre ganz anders gewesen, wenn ich einmal ein Spiel gewonnen hätte. Dann wäre der Knoten geplatzt. Beim dritten Spiel war ich schon einmal kurz davor.

Sie haben vier Jahre Profi-Tennis gespielt. Haben Sie in dieser Zeit schon mal solche Tage erlebt, an denen gar nichts klappen will?
Solche Tage gibt es. Aber ich habe die ganze Zeit an mich geglaubt. Ich war überzeugt, dass ich es noch schaffen kann.

Gab es den Moment, wo Sie die Hoffnung auf den Sieg aufgegeben haben und sich darauf konzentriert haben, wenigstens ein Spiel zu gewinnen?
Nein. Ich wollte die ganze Zeit in den Spielfluss reinkommen. An das Endergebnis habe ich nicht gedacht. Am Schluss wurde es dann ja auch besser, da fehlte mir dann aber einfach die Ruhe. Ich wollte unbedingt zeigen, was ich kann, damit habe ich mich zu sehr unter Druck gesetzt.

Haben Sie es Stefan Raab zwischenzeitlich übel genommen, dass er nicht locker gelassen hat und Ihnen wenigstens ein Spiel geschenkt hat?
Nein, auf keinen Fall. Ich will ja kein Mitleid. Man darf zu keiner Zeit nachlassen. Stefan wollte unbedingt gewinnen - das ist richtig so. In meiner Tennis-Karriere habe ich auch Spiele 6:0, 6:0 gewonnen, da habe ich auch nicht dran gedacht, ein Spiel zu verschenken. Man darf nie nachlassen.

Werden Sie Stefan Raab um eine Revanche bitten, um das schlechte Ergebnis korrigieren zu können?
Das wird nicht möglich sein. Aber wenn ich könnte, würde ich gerne noch einmal spielen.

Carsten Heidböhmer
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