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"Bares für Rares" Händler bieten Megasumme – vermeintliche Vase entpuppt sich als Sensation

"Bares für Rares": Händler bieten Megasumme – vermeintliche Vase entpuppt sich als Sensation
Bei "Bares für Rares" steht eine vermeintliche Vase zum Verkauf. Der Experte verrät, um was es sich wirklich handelt - und nennt einen unglaublichen Preis.

Es sieht aus wie eine Vase: Inga und Oliver Rust aus Geislingen kommen mit einem Familienerbstück zu "Bares für Rares". "Mein Uropa hat die Vase meiner Uroma geschenkt, seitdem ist sie in Familienbesitz", sagt das Paar in der ZDF-Trödelshow von Horst Lichter. Der Moderator fragt verwundert: "Warum ist denn da ein Loch im Boden?". Die Auflösung liefert "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz.

"Es handelt sich in Wahrheit um einen Lampenfuß", erklärt der Sachverständige zum Erstaunen der Besitzer. die keine Ahnung vom Verwendungszweck hatten. Das Porzellanstück sei ein Top-Erzeugnis französischer Manufakturen gewesen. Porzellan in dieser Größe sei sehr oft beim Brennvorgang kaputt gegangen. Dargestellt seien Frauenakte. "Eine Art Pseudoklassik", erklärt Schulte-Goltz, die auf den Künstler Maurice Denis zurückzuführen sei. Hergestellt wurde der Lampenfuß um 1923. "Ein Prachtstück", schwärmt der Experte.

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Preis

1000 Euro hätte Inga Rust gerne für die vermeintliche Vase. "Sie gehört mir und meinem Bruder", erklärt sie. Doch mit ihrem Wunschpreis liegt sie viel zu niedrig. "Wahrscheinlich war die Lampe nie an diesem Fuß montiert", meint Schulte-Goltz. Deshalb sei das Porzellan in einem hervorragenden Zustand. Er schätzt den Preis auf 4500 bis 5000 Euro. Damit hatten die Besitzer nicht gerechnet. Doch was sind die Händler bereit zu zahlen?

"Das ist mal ein Brummer", findet Walter "Waldi" Lehnert. Die Vase sei "mal richtig gut". Dass es sich um einen Lampenfuß handelt, erkennen auch die Händler nicht sofort. Lehnertz startet mit einem Gebot von 580 Euro. Doch die anderen Händler steigen in das Bietergefecht ein. Der Preis schnellt nach oben. Bei 2000 Euro meint Wolfgang Pauritsch: "Dieses Stück hat wahrscheinlich keinen Preis, ein Liebhaber zahlt vermutlich alles." Die Gebote steigen in schwindelerregende Höhen. Für stolze 5300 Euro erhält Julian Schmitz-Avila schließlich den Zuschlag.

Mit dieser Summe hätten die Rusts niemals gerechnet. Sie haben 4300 mehr als ihren Wunschpreis bekommen – und 300 Euro mehr als die Expertise. "Wir fühlen uns wie in Trance", sagt Rust. "Das ist eine riesige Überraschung."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 21. September 2021. Neue Folgen der Trödelshow mit Horst Lichter gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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