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"Tatort" aus Dresden Der unsichtbare Feind: Kommissarin Gorniak kämpft um ihr Leben

"Tatort: Unsichtbar" aus Dresden
Aaron (Alessandro Schuster) wacht am Krankenhausbett seiner Mutter, Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski)
© MDR/MadeFor/Hardy Spitz / ARD
In diesem Fall ist die Kommissarin selbst das Opfer: Karin Gorniak wird von einem Stalker verfolgt und leidet unter unerklärlichen Schmerzen. Die Lösung findet sich in der Vergangenheit der Dresdner Ermittlerin.
  • 3 von 5 Punkten
  • Ein Krimi, in dem Kommissarin Karin Gorniak und ihre Vergangenheit im Mittelpunkt stehen

Worum geht's?

Die Cafébesitzerin Anna Schneider (Milena Tscharntke) bricht plötzlich auf der Straße zusammen. Herzstillstand lautet die Todesursache, dabei war die 29-Jährige nach Angaben ihrer Ärzte kerngesund. Die Dresdner Ermittlerinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) glauben nicht an einen natürlichen Tod. Schneider wurde vor ihrem Tod von einem Stalker belästigt und klagte über unsichtbare Schmerzen. Das Kuriose: Auch Kommissarin Gorniak bekommt seltsame Nachrichten von einem anonymen Absender und verspürt höllische Schmerzen in ihrem Bein und ihrer Hand. Die Lösung für die beiden Fälle findet sich weit in Gorniaks Vergangenheit.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Der Titel dieses "Tatorts" lautet "Unsichtbar". Das bezieht sich nicht nur auf die Bedrohung durch den Stalker, der im Hintergrund lauert und seine Opfer anonym schikaniert, sondern auch auf die Schmerzen, die sich im Körper von Kommissarin Gorniak ausbreiten. Kein Arzt, kein Therapeut kann etwas finden. Und doch geht es der Ermittlerin immer schlechter. Der Film gibt eine Ahnung davon, was Menschen durchmachen, die sich mit äußerlich unsichtbaren Schmerzen quälen oder vergeblich auf eine Diagnose hoffen.

Was stört?

Der Film ist extrem auf Kommissarin Katrin Gorniak und ihre persönliche Geschichte zugeschnitten. Zum wiederholten Mal gerät die Ermittlerin durch zum Teil dilettantische Fehler in Lebensgefahr. Ähnliche Situationen ereigneten sich bereits in den Dresdner Fällen "Das Nest" (2019) und "Wer jetzt allein ist" (2018). Überhaupt gab es schon zahlreiche "Tatorte", die den Ermittler als Opfer ins Zentrum rückten. Diese Perspektive ist weder neu noch originell. Mit Anna Maria Mühe und Christian Friedel ist der Krimi prominent besetzt, was die Geschichte für erfahrene "Tatort"-Gucker allerdings sehr vorhersehbar macht.

Die Kommissarinnen?

Es ist der sechste Fall mit Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler. Sie war 2019 auf die ausgestiegene Alwara Höfels (Kommissarin Hennie Sieland) gefolgt. Doch Winkler und Gorniak agieren noch immer nicht als Team. Sie wirken bisweilen wie zwei Fremdkörper, die nebeneinander her ermitteln, zum Teil an den Vorschriften vorbei und sich nur auf ihre Intuition verlassend. Während Gorniak dieses Mal extrem im Mittelpunkt steht, bleiben für Winkler und Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) nur Statistenrollen.

10 Fakten zum Tatort, die Sie noch nicht kannten

Ein- oder ausschalten?

Der letzte Dresden "Tatort" lief im Februar dieses Jahres – das ist ganz schön lange her. Allein deshalb und auch aufgrund der prominenten Besetzung sollten Sie einschalten.

Gorniak und Winkler ermittelten auch in diesen Fällen:

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