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"Tatort" aus Köln Zwischen Wahn und Wirklichkeit: Dieser "Tatort" sorgt für Gänsehaut

"Tatort: Gefangen" aus Köln
Max Ballauf (Klaus J. Behrendt), Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth (Joe Bausch)  mit der Leiche von Prof. Krüger (Thomas Fehlen) 
© Thomas Kost/WDR / ARD
Die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk müssen den Mörder eines Psychiaters finden und ermitteln dazu in der geschlossenen Anstalt. Vor allem für Ballauf wird der Fall zur Herausforderung, denn er muss sich einem alten Trauma stellen.
  • 4 von 5 Punkten
  • Ein spannendes Psycho-Duell, das immer wieder andere Wendungen nimmt

Worum geht's?

Klaus Krüger (Thomas Fehlen) war als Chefarzt einer psychiatrischen Klinik eine absolute Koryphäe auf seinem Gebiet. Eines nachts liegt er tot in seinem Wohnzimmer - ein gezielter Schuss ins Herz tötete den 44-Jährigen. Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) sind sich sicher, dass Krüger seinen Mörder gekannt und ihm freiwillig die Tür seinen Hauses geöffnet hat. Die Ermittlungen führen das Kölner Team in die geschlossene Anstalt einer Psychiatrie. Dort fällt Ballauf die Patientin Julia Frey (Frida-Lovisa Hamann) auf, die behauptet, gegen ihren Willen festgehalten zu werden. Der Kommissar entwickelt eine besondere Beziehung zu der jungen Frau.PAID CRIME 23 Der Jäger

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Ein Großteil des Films spielt in der geschlossenen Anstalt der Psychiatrie. Regisseurin Isa Prahl und Kameramann Moritz Anton ist es hervorragend gelungen, das Beklemmende dieses Ortes einzufangen: die düsteren Flure, das wiederkehrende Geräusch eines Pingpong-Spiels, die verstörenden Bilder der Patientin Julia Frey. Das sorgt für Gänsehaut ohne offensiv gruselig zu sein. Auch das Trauma von Max Ballauf wurde bildstark umgesetzt. Er hat bei einem früheren Einsatz eine Kollegin erschossen, um einen Mord zu verhindern. Immer wieder sieht er nun die tote Polizistin Melanie Sommer vor sich: in der Umkleide, im Schwimmbad, auf dem Schießstand. "Ich habe das Gefühl, verrückt zu werden", sagt Ballauf in einer Szene zu seinem Kollegen Schenk.

Was stört?

Der Fall knüpft an eine "Tatort"-Episode aus dem vergangenen Sommer an. In dem Krimi mit dem Titel "Kaputt" erschoss Kommissar Ballauf die Polizistin Melanie Sommer (Anna Brüggemann). Wer diesen Film verpasst hat, dem fehlt entscheidendes Wissen. Denn der Tod der Kollegin macht Ballauf schwer zu schaffen. Das Trauma der Vergangenheit holt ihn ein und ist die ganze Zeit präsent. Dass die alte Episode jetzt wieder hervorgekramt wird, überrascht, denn in den vergangenen zwei Köln-"Tatorten" schien Ballauf sein tödlicher Schuss nicht zu belasten.

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Die Kommissare?

Freddy Schenk und Assistent Norbert Jütte (Roland Riebeling) sorgen sich um ihren Kollegen, der offensichtlich leidet, aber nicht darüber reden will. "Wir müssen da was machen, Freddy", sagt Jütte in einer Szene. Doch Ballauf lässt niemanden an sich heran, auch nicht die Polizeipsychologin Lydia Rosenberg (Juliane Köhler). Nur die Psychiatrie-Patientin Julia Frey bekommt einen Zugang zu Max Ballauf - doch ihre Absichten sind nicht uneigennützig.

Ein- oder Ausschalten?

Es lohnt sich durchaus einzuschalten, denn der Fall ist spannend bis zum Schluss.

Die Kommissare Ballauf und Schenk ermittelten zuletzt in diesen Fällen


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