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"Tatort" aus Mainz: Makatsch macht's nochmal: So wird ihr zweiter Auftritt als Kommissarin Ellen Berlinger

Heike Makatsch als "Tatort"-Kommissarin: Was als einmaliges Event gedacht war, geht nun doch in die zweite Runde. In der Eposiode "Zeit der Frösche" bekommt Kommissarin Ellen Berlinger einen Partner - und steht trotzdem ausnahmslos im Mittelpunkt.

"Tatort" mit Heike Makatsch

Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) und ihr Kollege Martin Rascher (Sebastian Blomberg) ermitteln in Mainz

  • 3 von 5 Punkten
  • Zwei Jahre nach ihrem "Tatort"-Debüt ermittelt Heike Makatsch erneut als Kommissarin Ellen Berlinger. Trotz eines starken Themas kann die 46-Jährige nicht vollends überzeugen.

Worum geht's?

Nach dem Tod ihrer Mutter hat sich Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) von Freiburg nach Mainz versetzen lassen. Dort lebt ihre Cousine Maja, die Berlinger bei der Erziehung ihrer zweijährigen Tochter Greta hilft. Maja wiederum hat einen 13-jährigen Sohn, Jonas. Der ist mathematisch hochbegabt und wird von seinen Mitschülern als "Freak" bezeichnet. Berlinger hat jedoch eine innige Beziehung zu dem verschlossenen Jungen. Als Jonas nach einer Schulparty verschwindet, macht sich die Kommissarin große Sorge. Wenig später wird in einer Altkleidersammlung ein blutgetränkter Hoodie gefunden. Solch ein Kleidungsstück trug Jonas am Abend der Feier - ebenso wie die 16-jährige Schülerin Marie Blixen. Berlingers Kollege Martin Rascher (Sebastian Blomberg) befürchtet das Schlimmste, denn der Kommissar ermittelt seit mehreren Jahren in einer ungeklärten Mordserie an Jugendlichen.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Wer Heike Makatsch nicht nur als Viva-Moderatorin in Erinnerung hat, sondern auch als Schauspielerin zur besten Sendezeit ernst nimmt, kommt hier voll auf seine Kosten. Der ganze Film ist ausschließlich auf die 46-Jährige zugeschnitten. Zudem widmet sich die Episode "Zeit der Frösche" einem brandaktuellen Thema: Gewalt unter Jugendlichen.

Was nervt?

Ursprünglich war der "Tatort" mit Heike Makatsch als ein einmaliger "Event-Krimi" geplant. Die Episode "Fünf Minuten Himmel" wurde Ostermontag 2016 ausgestrahlt. Zwei Jahre später kommt der zweite Makatsch-"Tatort" daher wie Kai aus der Kiste. Die Kommissarin ermittelt plötzlich in Mainz statt in Freiburg und hat mit Martin Rascher (Sebastian Blomberg) einen Partner an ihrer Seite, über den der Zuschauer nichts erfährt. Trotz des emotionalen Themas schafft es der Film nicht wirklich, Spannung aufzubauen. So stakkatoartig wie Berlinger stets ans Telefon geht ("Was gibt's? Ich komme.") werden auch die Ereignisse erzählt. Dass sich das Geschehen erneut sehr auf Ellen Berlinger und ihre Familie konzentriert, macht den "Tatort" zu eindimensional.

Die Kommissare?

In ihrem ersten Fall ermittelte Ellen Berlinger als schwangere Kommissarin in Freiburg. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und Berlinger lebt und arbeitet mit Kind in Mainz. Mit ihrer Rolle als alleinerziehende, berufstätige Mutter ist die Kommissarin jedoch ebenso überfordert wie mit den Flirtversuchen von Bassi, dem Kindergartenerzieher ihrer Tochter. "Ich mag dich, aber ich bin zu verkorkst für dich", sagt Berlinger in einer Szene. Nicht ganz warm wird Berlinger auch mit ihrem Kollegen Martin Rascher. Die beiden dutzen sich zwar, trotzdem herrscht eine seltsame Distanz und Unterkühltheit. Da der Zuschauer nichts darüber erfährt, wie die Zusammenarbeit der beiden Ermittler zustande kam, entsteht keine echte Sympathie für das Duo.

Ein- oder Ausschalten?

Wenn Sie kein ausgesprochener Heike-Makatsch-Fan sind und über Ostern sowieso schon zu viel ferngesehen haben, können Sie sich diesen "Tatort" getrost sparen.

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