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"Tatort" mit Christian Ulmen: Zu Weihnachten darf gekalauert werden - so war der Weimar-"Tatort"

Ein gefährlicher Frauenmörder ist getürmt und versetzt die Weimeraner in Aufregung. Die "Tatort"-Kommissare Dorn und Lessing sorgen sich dagegen mehr um ihr Liebesleben. Der Weihnachts-"Tatort" lieferte Unterhaltung ohne viel Tiefgang.

Tatort aus Weimar

Die "Tatort"-Kommissare Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) verdächtigen Prof. Eisler (Ernst Stötzner), seine Frau ermordet zu haben.

Bewertung

  • 3 von 5 Punkten
  • Mehr Komödie als Krimi, ist dieser "Tatort" perfekt geeignet, um nach dem Gänsebraten gemeinsam vor dem Fernseher wegzudämmern.

Worum geht's in diesem "Tatort"?

Die ganze Stadt ist in Aufregung: Der "Würger von Weimar" ist aus der forensischen Psychiatrie getürmt. Er soll mehrere Frauen erdrosselt haben. Bei den Kommissaren Kira Dorn (Nora Tschirner) und ihrem Ehemann Lessing (Christian Ulmen) wachsen jedoch Zweifel, ob der knuffige Gotthilf Bigamiluschvatokovtschvili (Jürgen Vogel), genannt Gobi, tatsächlich zu solch grausamen Taten in der Lage ist. Denn der scheint ein bei den Damen äußerst beliebter Geselle zu sein und strickt für die weiblichen Psychiatrie-Angestellten Unterwäsche. Doch kurz nach der Flucht wird die Frau des Psychiaters Prof. Eisler (Ernst Stötzner) tot aufgefunden. Hat Gobi wieder zugeschlagen?

Warum lohnt er sich?

Die Geschichte (Drehbuch: Murmel Clausen und Andreas Pflüger) balanciert auf einem schmalen Grat zwischen "total absurd" und "könnte sich tatsächlich so zugetragen haben". Das macht die Folge extrem kurzweilig.

Was nervt?

Die hohe Kalauerdichte ist das Markenzeichen des Weimar-"Tatorts". Auch "Der wüste Gobi" haut lieber einen Gag zu viel raus, als eine Pointe liegen zu lassen. Das ist zumeist amüsant, kann bisweilen aber auch etwas nerven.

Die Kommissare?

Die Kommissare Lessing und Dorn versuchen in dieser Folge krampfhaft, ihr Liebesleben anzukurbeln. Zu Hause ist es schwierig, da die Heizung ausgefallen ist. So versuchen es die Ehepartner an allen möglichen Orten - vom Auto bis zur Gefängniszelle, immer kommt jedoch etwas dazwischen. Nun ja.

Ein- oder Ausschalten?

Nach drei Tagen Völlerei bringt dieser "Tatort" eine angemessen leichte Mischung aus Humor und Spannung ins heimische Wohnzimmer. Zu viel Tiefgang wird am 2. Weihnachtstag keiner erwarten. Also schalten Sie ruhig ein.

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