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Schweigers Staatsanwältin kann auch anders

Im Hamburg-"Tatort" sagt Edita Malovčić als Staatsanwältin Til Schweiger, wo's langgeht. Doch die Schauspielerin kann auch anders.

Edita Malovcic

Edita Malovčić wurde 1978 in Wien geboren, ihre Mutter ist gebürtige Serbin, ihr Vater Kemal Malovčić ein bekannter bosnischer Folksänger. Ihr Studium der Musikwissenschaften, Sonder- und Heilpädagogik beendete sie nicht, sondern widmete sich ihrer künstlerischen Karriere. Sie etablierte sich als Schauspielerin und ist seit 2005 auch als Sängerin aktiv.

Sie kann die Stimme des Gesetzes verkörpern und auch das Gegenteil: Edita Malovčić verfügt über eine große Bandbreite an Rollen. Wer ist die Frau, die im "Tatort" die Staatsanwältin gibt und ein anderes Mal die Seite wechselt?

Malovčić wurde 1978 in Wien geboren, ihre Mutter ist gebürtige Serbin, ihr Vater Kemal Malovčić ein bekannter bosnischer Folksänger. Ihr Studium der Musikwissenschaften, Sonder- und Heilpädagogik beendete sie nicht, sondern widmete sich ihrer künstlerischen Karriere. Sie etablierte sich als Schauspielerin und ist seit 2005 auch als Sängerin aktiv.

Gleich mit ihrem ersten Film sorge Edita Malovčić für Aufsehen: 1999 übernahm sie eine Hauptrolle im österreichischen Kinofilm "Nordrand", der von zwei ehemaligen Schulfreundinnen handelt, die sich Jahre später in einer Abtreibungsklinik zufällig wiedertreffen. Das feinfühlige Drama war der erste Film aus Österreich seit 51 Jahren, der für den Goldenen Löwen in Cannes nominiert wurde. Mit "Der Briefbomber", einer gemeinsamen Produktion von ZDF und ORF, übernahm Edita Malovčić 2001 erneut eine größere Rolle. Darin spielte sie an der Seite von Harald Krassnitzer und Andreas Gunther (Foto). Der Film beruht auf einem authentischen Fall: Mehrere Jahre lang hatte ein Attentäter Wien in Atem gehalten, der Briefbomben verschickte.

2005 spielte Edita Malovčić erstmals im "Tatort"

 Ihr erster "Tatort": Edita Malovčić übernahm 2005 zum ersten Mal einen Rolle in der ARD-Krimi-Reihe. Damals in einem Münchner Fall mit den Kommissaren Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec). 2007 folgte ihr zweiter "Tatort"-Einsatz. 

Inzwischen gehört Edita Malovčić zum festen Team der Schweiger-"". 2012 spielte sie erstmals die Staatsanwältin Hanna Lennerz, die die schwierige Aufgabe hat, den Ermittler Nick Tschiller im Zaum zu halten, gleichzeitig seinem Charme erliegt. Zwischenzeitlich hatten der Ermittler und die Staatsanwältin eine heiße Affäre, zuletzt war das Verhältnis der beiden im „Tatort“ stark abgekühlt.

2013 unternahm sie einen Ausflug ins romantische Genre: In der ZDF-Reihe "Herzkino" spielte sie in dem Schmachtstück "Fluss des Lebens - Verloren am Amazonas" mit. Daneben übernahm sie Rollen in verschiedenen TV-Serien, darunter "Kommissar Rex", "Ein starkes Team" und "Der letzte Bulle".

Edita Malovčić kann nicht nur schauspielern, sie singt auch. Unter dem Namen "Madita" hat sie seit 2005 vier Alben veröffentlicht. 2013 gelang es ihr, beide Talente zu vereinen: Malovčić spielte in der Filmkomödie "Im weißen Rössl - Wehe Du singst!", einer Neuverfilmung der berühmten Operette aus den 1930er Jahren, verkörperte sie die Rössl-Wirtin Jospha.

Im Stuttgart-"Tatort" hat Malovčić im Februar dieses Jahres die Seiten gewechselt. Die Staatsanwältin war nun eine Schlepperin, die nicht nur Menschen ins Land schleust, sondern mit ihnen auch Drogen schmuggelt.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo