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Fall "Das Team": Die Kommissarin und ihr Mörder: fünf Fragen und Antworten zum Neujahr-"Tatort"

Das neue "Tatort"-Jahr beginnt mit einem Schock für die Fans: Kommissarin Nadeshda Krusenstern wurde ermordet. Wie geht es mit dem Münster-Krimi nach ihrem Ausstieg weiter? Fünf Fragen und Antworten zum Fall "Das Team".

"Tatort: Das Team": Nadeshda Krusenstern wird ermordet

Kommissarin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) im Gespräch mit ihrem späteren Mörder Sascha Ziesing (Friedrich Mücke)

Mit dem Impro-Krimi "Das Team" startete der "Tatort" ins neue Jahr. Sieben Ermittler aus Nordrhein-Westfalen mussten den Mörder von vier Kollegen finden. Am Ende kam der Täter aus den eigenen Reihen und es gab sogar ein fünftes Todes-Opfer: Die Münsteraner Kommissarin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) wurde brutal erschlagen in einem Schwimmbad-Spind gefunden. Wie geht es für Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Boerne nun ohne ihre langjährige Kollegin weiter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Neujahrs-"Tatort".

1. Was bedeutet der Ausstieg von Friederike Kempter für den Münster-"Tatort"?

Nach 17 Jahren verabschiedet sich Schauspielerin Friederike Kempter von der Krimireihe. "Man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist!", sagt die 40-Jährige. Ihr Ausstieg aus dem mit Abstand beliebtesten Ermittler-Team war für die Münsteraner Kommissarin brutal: Ihre Figur Nadeshda Krusenstern wurde im Fall "Das Team" ermordet. Dennoch wird die Darstellerin im bereits abgedrehten neuen Münster-"Tatort" zu sehen sein. Wie das geht? Im für Frühjahr geplanten Fall "Limbus" hat Professor Karl-Friedrich Boerne einen schweren Autounfall und muss auf der Intensivstation behandelt werden. Der Mediziner durchlebt eine Nahtod-Erfahrung und trifft so erneut auf seine Ex-Kollegin Krusenstern. Vielleicht erfährt der Zuschauer so auch mehr über ihre kaltblütige Ermordung. Ein Ersatz für die Ermittlerin ist aber ebenfalls geplant: Björn Meyer, der Friederike Kempter bereits 2019 in einem Fall vertrat, wird erneut als Kommissar Mirko Schrader zu sehen sein.

2. Wo wurde der Fall "Das Team" gedreht?

Der Krimi entstand an nur zwei Tagen in einem leerstehenden Hotel in Siegburg, das auch für echte SEK-Übungen genutzt wird. Ein festes Drehbuch gab es nicht, die Schauspieler kannten nur ihre Rollenprofile. "Als sie zum Set fuhren, war ihnen erzählt worden, sie hätten einen Brief von der Polizei bekommen, eine Einladung für ein Zusammentreffen. Es sei ernst und dringend. Doch wer oder was sie dort erwartet, war ihnen nicht bekannt", sagt Regisseur Jan Georg Schütte. Er drehte bereits mit Anna Schudt (Kommissarin Martina Bönisch), Elena Uhlig (Kommissarin Nadine Möller) und Charly Hübner (Coach Christoph Scholz) den Impro-Film "Klassentreffen".

3. Hat Kommissar Faber das wirklich gesagt?

Man musste schon genau hinhören, um es zu verstehen, aber Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) machte seiner Kollegin Martina Bönisch (Anna Schudt) eine Liebeserklärung. Als sich die beiden in einer Art Speed-Dating-Szene gegenüber saßen, flüsterte der Ermittler "Ich liebe Sie". Bönisch schien die Worte nicht zu hören, sie betonte aber im gesamten Film, dass ihr Kollege Faber ihr extrem wichtig ist. Ob sich daraus mehr entwickelt? Der nächste "Tatort" aus Dortmund läuft am 2. Februar in der ARD.

4. Welches Lied war am Schluss zu hören?

Während des gesamten Films gab es keine Musik, erst in den letzten fünf Minuten erklang plötzlich eine männliche Stimme. Schauspieler Friedrich Mücke, der den mordenden Polizisten Sascha Ziesing spielte, interpretierte den durch Johnny Cash bekannten Song "The beast in me" spontan am Klavier. Der 38-Jährige spielte als Jugendlicher in einer Band.

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5. Wie kam der "Tatort" bei den Zuschauern an?

"Es wird natürlich einen Aufschrei geben. Da mache ich mir nichts vor", sagte Regisseur Jan Georg Schütte schon vorab. Tatsächlich waren die Reaktionen eher verhalten. Die Ankündigung, dass es sich um einen Impro-"Tatort" handelt, hat wohl viele Fans abgeschreckt, nachdem ähnliche Experimente wie "Babbeldasch" oder "Waldlust" gnadenlos floppten. Auch die Quote war enttäuschend: Nur 6,94 Millionen sahen "Das Team". Zum Vergleich: Im ZDF lief parallel eine neue "Traumschiff"-Folge mit Florian Silbereisen und der erreichte 7,80 Millionen Zuschauer.