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Beliebter Ordnungshüter: TV-Polizist Toto Heim sorgt mit Aussagen zu kriminellen Ausländern für Wirbel

Toto Heim wurde als bodenständiger TV-Polizist bekannt und entwickelte sich zum Publikumsliebling. Jetzt irritierte er bei einem öffentlichen Auftritt mit politischen Aussagen.

Die Fernsehpolizisten Harry Weinkauf und Toto Heim bei einer Preisverleihung

Die Fernsehpolizisten Harry Weinkauf und Toto Heim 2014 bei einer Preisverleihung

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Von 2002 bis 2006 waren Toto und Harry als Streifenpolizisten nicht nur in Bochum, sondern auch auf den deutschen Fernsehbildschirmen unterwegs. Toto Heim, 56, und sein damaliger Kollege Harry Weinkauf, 53, wirkten stets bodenständig, grundsympathisch und anständig. Deshalb wurden die beiden Ordnungshüter, die für die TV-Dokusoap "Toto & Harry" von Sat.1 begleitet wurden, schnell zu echten Publikumslieblingen. Nachdem es zuletzt ruhiger um die beiden wurde, sorgte Torsten "Toto" Heim nun aber mit einer Rede für Aufsehen.

Heim, noch immer im Polizeidienst tätig und auch ohne Partner Harry weiterhin in Fernseh- und Comedyprojekten aktiv, war zu Gast in Breitungen in Thüringen. Bei einem Trucker-Festival trat er als Botschafter eines Kinder-Hospizes auf, für das er sich bereits seit 2011 engagiert. Doch was er in seiner Ansprache von sich gab, sorgte für Irritationen. Denn der Polizist begann, sich unvermittelt zu politischen Themen zu äußern.   

"Wir bauen Synagogen, wir bauen Minarette ..."

In einem Video des Auftritts ist zu sehen und zu hören, wie Toto Heim unter anderem Sätze sagt wie: "Wir bauen Synagogen, wir bauen Minarette – und so weiter und so fort. Aber wer sich hier nicht benehmen kann, der hat auch kein Aufenthaltsrecht." Menschen, die sich in Deutschland "scheiße" verhalten würden, sollten zurück in ihr Land geschickt werden.

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Gepostet von Christoph Wagner-Liebhaber am Freitag, 17. Mai 2019

Würden Deutsche im Ausland Straftaten begehen, dann würden sie abgeschoben, sagte er. "Aber wir sind eigentlich zu weich, das ist leider so. Es wird nicht gleich behandelt und das fällt den meisten Menschen ja auf." Und weiter: "Da können nicht einige Leute von auswärts kommen und alles hier machen und Geld abkassieren." 

Dem Moderator der Veranstaltung schien Totos Einstellung zuzusagen. Er fragte ihn, ob er nicht in die Politik gehen wollen. "Wenn ich in die Politik gehe, dann würd's rappeln", antwortete Heim. Allerdings reiche seine Zeit dafür nicht. Schließlich ist er ja hauptberuflich Gesetzeshüter. Auch dort sieht er allerdings Probleme: "Gerade ich als Polizeibeamter, der sich 30 Jahre mit linken Zecken rumärgern muss. [...] Wenn einer mal 'ein bisschen deutsch' sagt, dann biste rechtsradikal und Rassist."

Die AfD nahm die Aussagen dankend an

Unter den Videos auf Facebook gab es von zahlreichen Nutzern Kritik an den Äußerungen Totos. Manch einer warf ihm "populistisches Geschwafel" vor. Andere verteidigten ihn. Die AfD Bochum teilte das Video auf ihrer Facebookseite und schrieb dazu: "Da spricht einer mal aus, was der Bürger denkt. Schaut Euch auch die tollen, positiven Kommentare an!" 

Mit der AfD wollte Toto dann allerdings nicht in Verbindung gebracht werden. Im "Kölner Express" sagte er: "Ich habe die AfD Bochum gebeten, das Video nicht mehr zu teilen. Ganz klar: ich gehöre zu keiner Partei, mag die AfD auch nicht. Ich bin kein Nazi."

Dennoch muss sich der 56-Jährige möglicherweise Ermittlungen seiner eigenen Kollegen stellen – denn als Polizeibeamter unterliegt er dem "Mäßigungsgebot", das ihn zur Zurückhaltung verpflichtet. Derzeit werde geprüft, ob Heims Verhalten tolerabel sei, erklärte der Polizeisprecher Frank Lemanis gegenüber "Watson". 

Quellen: "Watson" / "Kölner Express"


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wt
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