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TV-Tipp: Der Bozen-Krimi: Falsches Spiel

Ermittlerteams gibt es viele im Fernsehen, ein besonderes agiert obendrein vor einer imposanten Bergkulisse. Im siebenten «Bozen-Krimi» spielt ein Ermittler ein falsches Spiel.

Der Bozen-Krimi: Falsches Spiel

Matteo (Tobias Oertel) in einer Szene aus "Falsches Spiel". Foto: Hans-Joachim Pfeiffer

Die Dolomiten sind ein beachtliches Gebirge. Vor allem wohl deshalb ist hier eine besonders beliebte Krimi-Reihe angesiedelt. Mit «Falsches Spiel läuft am Donnerstag (20.15 Uhr) im Ersten bereits der siebente Fall aus der Reihe «Der Bozen-Krimi».

Tobias Oertel (43, «Ein starkes Team», «Frauenherzen») ist seit dem ersten Fall dabei und gibt den Revierleiter Matteo Zanchetti mit einer Mischung aus Ironie, Naivität und Draufgängertum. Diesmal spielt er ein falsches Spiel, hinter das nicht nur seine Kollegen, sondern auch der Zuschauer blicken müssen, um das Geschehen zu verstehen.

«Matteo Zanchetti hat eine große Leidenschaft, gewisse Leute dingfest zu machen, die zur Mafia gehören», sagte Oertel der Deutschen Presse-Agentur. «Er ist kaum zu durchschauen, gerade weil er gute Kontakte zur Mafia hat und irgendein Mafioso stets seine schützende Hand über ihn hält. Das macht ihn sowohl für die Zuschauer als auch für seine Kollegen kaum greifbar.»

In «Falsches Spiel» eilt ein Mann am späten Abend durch den Stollen eines Marmorwerkes, scheinbar ist er mit jemandem verabredet. Doch da streckt ihn erst ein Schuss aus dem Hinterhalt nieder, dann wird er von einem schweren Bagger überrollt; sein eigener Sohn Martin Auer (Aaron Friesz) findet später seine Leiche.

Derweil setzt «Capo» Zanchetti beim illegalen Pokerspiel alles ein, was er hat, und verliert - zur Freude des Spielhallenbesitzers (Tim Wilde). Keinen Grund zur Freude hat indes Frau Commissario, Sonja Schwarz (Chiara Schoras), deren Weingut in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Der eigens angestellte neue Verwalter (Harald Windisch) benimmt sich jedoch merkwürdig.

Merkwürdig sind hier noch ganz andere Personen und deren Aufgaben, Eigenheiten und Kompetenzen: Sonderermittlerin Carla Pisani (Jeanette Hain) hat noch eine Rechnung mit Zanchetti offen, der ja eigentlich der Chef von Sonja Schwarz ist. Schwarz muss sich gegen Gerüchte wehren, etwas mit Zanchetti gehabt zu haben, der sich zudem mit dem Mafia-Statthalter in Bozen herumplagen darf. Der wiederum steht unter der Beobachtung des verschlagenen Buchhalters der Mafia-Familie, und muss um das eigene Leben fürchten, weshalb er Zanchetti einen Mord anhängen will.

Nach Ansicht Oertels laufen TV-Krimis deshalb so gut, weil sie eine ähnliche Dramaturgie haben wie Märchen für Kinder. Diese Folge (Buch und Regie: Thorsten Näter) ist weniger märchenhaft, aber routiniert inszeniert und erzählt. Sie springt jedoch unvermittelt zwischen diversen Handlungsorten hin und her, bietet überwiegend zu platte Dialoge («Was soll ich tun?» - «Gehen Sie duschen!») und wird erst zum Schluss richtig spannend.

Die fortlaufende Vermischung von diversen Erzählebenen (Weingut und Polizeirevier) funktioniert jedoch ganz gut - und das Schicksal der Bauernfamilie Auer, die erst einen Sohn und jetzt auch noch den Vater verloren und einen Mörder in ihrer Mitte hat, ist anrührend. Das oft stümperhafte Vorgehen der beiden Ermittler mag menschlich sein, ist - bis zum überraschenden Ende - jedoch vollkommen unverzeihlich. Da helfen auch die majestätischen Berge nichts.

dpa
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.