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TV-Tipp: Erzgebirgskrimi - Der Tote im Stollen

Ein neues Team ermittelt in einem neuen Krimiformat im ZDF, das im landschaftlich reizvollen Erzgebirge spielt. Zu sehen ist das an diesem Samstag.

Erzgebirgskrimi - Der Tote im Stollen im ZDF

Hat Maik (Adrian Topol, l) hat erste Erkenntnisse für Kommissarin Karina Szabo (Lara Mandoki). Foto: Uwe Frauendorf/ZDF/dpa

Das Erzgebirge ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen, was sich durch eine neue Krimi-Reihe kaum ändern dürfte. Die erste Folge mit dem Titel «Erzgebirgskrimi - Der Tote im Stollen» strahlt das ZDF am Samstag (9. November, 20.15 Uhr) aus.

Die zweite Folge ist bereits abgedreht und soll im Frühjahr 2020 folgen.

«Happy» und «Wolke» sind zwei Jagdhunde und im Wald unterwegs - zusammen mit der Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach) und ihrem Vater Georg (Andreas Schmidt-Schaller). Dabei stoßen sie erst auf einen Wilderer und dann auf die Leiche eines Mannes, die in einem alten Bergwerk liegt. Saskia kannte den Mann: Prof. Dr. Hellmann lehrte Bergbau an der Universität in Freiberg/Sachsen und beriet einen internationalen Rohstoffkonzern.

Der Dresdner Hauptkommissar Ralf Adam (Stephan Luca) und seine Assistentin Karina Szabo (Lara Mandoki) vernehmen zunächst Hellmanns Kollegen Dr. Winkler (Arnd Klawitter) und seine Witwe Kristin Hellmann (Katrin Bühring), doch dann stoßen sie auf den einsamen Bauern Borchert (Hansjürgen Hürrig) und den Ladenbesitzer Erich Fichtner (Christian Grashof). Er hatte zu DDR-Zeiten als Bergmann und später im Stadtarchiv gearbeitet, wo Stollenpläne samt Verzeichnissen der Bodenschätze aufbewahrt werden.

Gedreht wurde an Originalschauplätzen im Erzgebirge, vor allem in der Universitätsstadt Freiberg und im idyllischen Schwarzenberg, der «Perle des Erzgebirges», einer Stadt mit einer bemerkenswerten Geschichte. Die in Zwickau geborene Schauspielerin Teresa Weißbach (38, «In aller Freundschaft») und der aus Thüringen stammende Volksschauspieler Andreas Schmidt-Schaller (74, «Polizeiruf 110», «Soko Leipzig») haben im Krimi die Rollen als Tochter und Vater im Försterhaus übernommen.

Der Film entstand nach einem Drehbuch des Autorenduos Leo P. Ard und Rainer Jahreis und wurde von Regisseur Ulrich Zrenner («Ein starkes Team») inszeniert. Die wunderschöne Natur ist sehr eindrucksvoll ins Bild gerückt mit dem fast schwarzen Wald.

Neben der Natur gibt es weitere offenbar typische Details der Region: leckeres Essen und gutes Bier, hübsches Spielzeug und so manchen angeblich treffenden Spruch wie «Alter Wein und junge Weiber sind die besten Zeitvertreiber». Und dann ist da noch eine Sage namens «Die Weiße Frau zu Venusberg» - einer Erscheinung ganz in Weiß.

Stephan Luca (45, «Zorn») hat nun wieder einmal die Hauptrolle in einer Krimi-Reihe übernommen, wird allerdings schon im zweiten Fall durch Kai Scheve ersetzt. Seine Figur hat offenbar keine Beziehung, Angst vor Höhlen, wird von schlimmen Träumen geplagt und hat einen leichten Hang zum Sarkasmus: «Ich kann nicht jemanden als Täterin ausschließen, nur weil sie weint», sagt er zu seiner Kollegin, die wiederum unter Höhenangst leidet, auch solo ist und gerne mit spitzen Bemerkungen um sich wirft.

dpa