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TV-Tipp 28.11.: "The Big Lebowski": Der Tag geht - der Dude kommt

Kann man besser ins Wochenende starten als mit zwei Filmen der Coen-Brüder? Das ZDF zeigt in der Nacht "The Big Lebowski", vorher bringt Servus TV den Noir-Thriller "The Man Who Wasn't There".

In der Villa des Pornoregisseurs Jackie Treehorn mischt jemand dem "Dude" (Jeff Bridges) K.o.-Tropfen in seinen White Russian

In der Villa des Pornoregisseurs Jackie Treehorn mischt jemand dem "Dude" (Jeff Bridges) K.o.-Tropfen in seinen White Russian

"The Big Lebowski" und "The Man Who Wasn't There" 2.35 Uhr, ZDF und 22.15 Uhr Servus, TV
KOMÖDIE Seit ich Anfang der 90er Jahre "Barton Fink" sah, bin ich großer Fan der Coen-Brüder. Sie machen die lustigsten, schrägsten, unterhaltsamsten Filme, die man sich vorstellen kann - und halten das Niveau seit 25 Jahren, ohne sich zu wiederholen. Gut also, dass die Filme der beiden Brüder Joel und Ethan Coen regelmäßig im Fernsehen ausgestrahlt werden - an diesem Freitag sogar zwei Mal. Das ZDF zeigt zu später Stunde "The Big Lebowski" aus dem Jahr 1998, den absolute Kult-Kracher um den schluffigen Alt-Hippie Lebowski (Jeff Bridges), der seine Tage mit Kiffen, White Russians und Bowling verbringt. Als er mit dem gleichnamigen Millionär Jeffrey Lebowski verwechselt wird, gerät der "Dude" zusammen mit seinen Freunden Walter (John Goodman) und Donny (Steve Buscemi) in ein verrücktes Abenteuer. Er trifft: eine feministische Künstlerin, eine Gruppe von Nihilisten aus Deutschland, einen Porno-Produzenten - und den Bowling-König Jesus Quintana. Ein Film voller lustiger Gags, toller Musik und jeder Menge Sprüche für die Ewigkeit - das Wachbleiben lohnt sich!

Einen ganz anderen Ton schlägt der drei Jahre später entstandene Film "The Man Who Wasn't There" an, den Servus TV bereits um 22.15 Uhr zeigt. Zwar steht auch hier ein Loser-Typ im Mittelpunkt, doch der humoristische Tonfall von "" ist einer düsteren Stimmung gewichen. "The Man Who Wasn't There" ist ein lupenreiner Film Noir. Stilecht in Schwarz-Weiß gedreht und in den 40er Jahren angesiedelt. Im Mittelpunkt steht der beruflich erfolglose Friseur Ed (Billy Bob Thornton), der so unbedeutend und unauffällig ist, dass er von seinen Mitmenschen kaum wahrgenommen wird, während ihn seine Frau (Francis McDormand) mit ihrem Chef Big Dave (James Gandolfini) betrügt. Ed möchte auch ein kleines Stück vom Glück und erpresst Big Dave. Damit setzt er eine Kette von Unglücken in Gang, die ihn immer tiefer in den Abgrund ziehen.
Ein TV-Tipp von Carsten Heidböhmer, Kulturredakteur beim stern

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo