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"Die Vögel" auf Arte Mit diesem Film schuf Hitchcock Bilder, die man nicht mehr vergisst

Alfred Hitchcock "Die Vögel"
Arte zeigt Alfred Hitchcocks "Die Vögel"
© United Archives/IFTN/ / Picture Alliance
Wer einmal "Die Vögel" gesehen hat, wird nie wieder ohne Schaudern an einer Ansammlung von Federvieh vorbeigehen. Arte zeigt Alfred Hitchcocks Meisterwerk von 1963 am Sonntagabend. Darum sollten Sie den Film unbedingt (noch einmal) sehen.

Dass es sich hier um eine schicksalhafte Begegnung handelt, wird schnell klar: Als der ledige Anwalt Mitchell "Mitch" Brenner (Rod Taylor) in einer Zoohandlung Melanie Daniels (Tippi Hedren) trifft, ist er vergeblich auf der Suche nach einem Paar Lovebirds für seine Schwester. Da hat Daniels bereits ein Auge auf den Mann geworfen und überrascht ihn in seinem Wohnort mit einem Paar ebendieser Liebesvögel. 

Ein starkes, überdeutliches Symbol, denn natürlich besteht ein klarer Love Interest zwischen Brenner und Daniels. Doch davon sollte sich niemand auf die falsche Fährte locken lassen: "Die Vögel" ist alles andere als ein Liebesfilm. Es ist ein Schocker, der seine Wirkung auch 60 Jahre nach der Entstehung nicht eingebüßt hat.

"Die Vögel": Alfred Hitchcocks spätes Meisterwerk

Der Horror ist gerade deshalb so eindringlich, weil er ohne jeden Grund, ohne Vorankündigung an einem Ort der Idylle auftritt. Bodega Bay ist ein beschauliches kalifornisches Örtchen, direkt am Pazifischen Ozean gelegen. Ausgerechnet hier bricht aus dem Nichts eine tödliche Bedrohung in den Alltag ein. Eine Gefahr, die auch deswegen so beängstigend ist, weil sie von Wesen kommt, die uns täglich umgeben. Wer Alfred Hitchcocks spätes Meisterwerk gesehen hat, wird nie wieder eine Ansammlung von Vögeln auf einem Drahtseil sehen können, ohne einen Schrecken zu verspüren.

Eine besondere Tortur waren die Dreharbeiten für Hauptdarstellerin Tippi Hedren. Weil Hitch den Vogelterror möglichst echt eingefangen wollte, wurde die Schauspielerin für eine Szene am Ende des Films mit lebendigen Vögeln beworfen. Diese Szene wurde eine ganze Woche lang gedreht. Immer wieder hackten Vögel nach ihr. Ein Vogel verfehlte ihr linkes Auge nur knapp und verpasste ihr eine tiefe Fleischwunde. Danach erlitt sie einen Nervenzusammenbruch und wurde eine Woche krank geschrieben. 

Auch wegen solcher Anekdoten lohnt sich die Dokumentation "Tippi Hedren und die wilden Tiere", die den Werdegang der Schauspielerin erzählt und auf die komplizierte Beziehung zwischen Hedren und Alfred Hitchcock eingeht.

Arte zeigt "Die Vögel" am Sonntag, 18. September, um 20.15 Uhr. Direkt im Anschluss läuft um 22.15 Uhr die Doku "Tippi Hedren und die wilden Tiere".

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