Am Pfingstsonntag sendete RTL eine Variation der Quizshow „Wer wird Millionär?“: Im großen „Zocker-Special“ können die Kandidaten bis zu zwei Millionen Euro erspielen. Dafür müssen sie sich allerdings bis zur 16.000-Euro-Schwelle ohne Joker durchschlagen.
Einer der Kandidaten, die es auf den Ratestuhl schafften, war Johannes Groß. Dessen Besuch in der RTL-Show hat eine Vorgeschichte: Bei der vor einem Monat ausgestrahlten Ausgabe saß Groß zusammen mit seinen beiden Brüdern Andreas und Felix als Zuschauer im Publikum. Diese hatten beide schon einmal an „Wer wird Millionär?“ teilgenommen – mit großem Erfolg. Ein Bruder erspielte 64.000 Euro, der andere 32.000. Jauch lud daraufhin Johannes Groß ein, ebenfalls sein Glück zu versuchen – „damit wir mal sehen können, wer von Ihnen Dreien vorne ist“.
So stand Johannes als Ältester unter besonderem Erwartungsdruck, zumal von dem gewonnenen Geld seiner Brüder nicht mehr viel übrig sei, wie der 42-Jährige unter dem Gelächter des Publikums verriet.
„Wer wird Millionär?“: So schlug sich der dritte Bruder der Familie
Um ein Haar wäre der familieninterne Wettbewerb schnell zu Ende gewesen. Denn bei der 1000-Euro-Frage wäre Johannes fast gestolpert. „Welcher Streaminganbieter ging im Januar auch in Deutschland an den Start?“, wollte Moderator Günther Jauch wissen. Zur Auswahl standen die Optionen A: CNN Joe, B: ABC Bill, C: HBO Max und D: FOX Luke. Was für viele Zuschauer vermutlich eine einfache Frage gewesen wäre, bereitete dem Lateinlehrer Probleme: Er streame nicht, er lese lieber.
Groß erriet dann aber doch die richtige Antwort, und danach lief es wie am Schnürchen: Problemlos kletterte der Pädagoge bis auf die 64.000-Euro-Stufe und musste erst dann seinen ersten Joker bemühen. Die Frage hatte es in sich: Was muss in fast allen Anbaugebieten von Hand bestäubt werden, was bei jeder Blüte nur an einem einzigen Tag möglich ist? Antwortmöglichkeiten waren Kakao, Minze, Muskat oder Vanille. Groß befragte eine Frau aus dem Publikum, die ihm zur Vanille riet, aber es auch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu wissen schien.
Johannes Groß machte dem Namen „Zocker-Special“ alle Ehre und riskierte viel. Bei einer falschen Antwort wäre er auf 1000 Euro zurückgefallen, aber Vanille stimmte – und so stellte ihm Jauch für 125.000 Euro die folgende Frage. „Wer gehört nicht in die Reihe der prominenten Geburtstagskinder, die im Jahr 2026 ihren 100. hätten feiern können?“ Marilyn Monroe, Klaus Kinski, Queen Elizabeth II. und Neil Armstrong lauteten die Optionen.
Groß wählte den 50:50-Joker, übrig blieben Kinski und Armstrong. Das half dem Gymnasiallehrer jedoch nur bedingt weiter, und so befragte er das Publikum. Eine zarte Mehrheit von 55 Prozent votierte für Kinski, 44 Prozent empfahlen Armstrong. Ein weiteres Mal zockte der Kandidat nun, und wurde für seinen Mut erneut belohnt: Er setzte auf das Minderheitsvotum Neil Armstrong und behielt Recht. Damit hatte er 125.000 Euro gewonnen.
Diese Summe wollte er dann aber nicht aufs Spiel setzen: Bei der Schwelle zu 250.000 Euro bekam er eine Fußballfrage, die er nicht beantworten konnte. So rief er seinen vierten Bruder Ludwig an, der auf Mallorca weilte. Die gestellte Frage „Welche Nation hat, zählt man alle 22 Fußballweltmeisterschaften der Männer zusammen, mit Abstand die meisten Tore kassiert?“ konnte der aber auch nicht mit Sicherheit beantworten. Und so beendete Johannes Groß das Spiel und ging mit 125.000 Euro heim. Seine beiden Brüder hatte er damit klar ausgestochen.
Gut, dass er nicht ein weiteres Mal zockte: Der Lehrer hätte auf Argentinien getippt. Korrekt wäre aber Deutschland gewesen.
Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.