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Wegen Corona-Auflagen Stuttgarter Schauspiel zeigt Premiere ohne Schauspieler

«Black Box»
Eine Mitarbeiterin des Theaters steht während des Parcours «Black Box - Phantomtheater für eine Person» im Schauspielhaus Stuttgart auf der Bühne. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
© dpa-infocom GmbH
Es ist ein Parcours durch nackte Treppenhäuser und Lichtbühnen, die Lobby, den Zuschauerraum und die Werkstätten: In dem neuen Stück «Black Box» übernimmt das vielstöckige Gebäudegewerk die Hauptrolle.

Angesichts der Corona-Auflagen greift das Stuttgarter Schauspiel zu einer ungewöhnlichen Alternative: In dem neuen Stück «Black Box» betreten keine Schauspieler die Bühne.

Über Kopfhörer werden die Zuschauer im 5-Minuten-Takt alleine und sekundengenau durch das Haus geleitet, während die Gedanken der Maskenbildnerin und der Dramaturgin, des Theaterarztes und des Malers sie begleiten. Nach einem 90-minütigen Gang durch das Gebäudelabyrinth steht der Besucher schließlich im Zentrum des Theatergeschehens: im Scheinwerfer auf der Bühne.

«Das Stück ist unsere Liebeserklärung an das Theater in schwierigen Zeiten», sagte Intendant Burkhard Kosminski am Dienstagabend nach der Premiere des «Phantomtheaters für 1 Person». Regisseur Stefan Kaegi vom Label Rimini Protokoll hat «Black Box» als Kamerafahrt für den Theaterbesucher inszeniert. «Mit seinen Augen als Kamera geht der Zuschauer durch die Räume und nimmt dabei mehr als nur Bilder auf», sagte er nach dem ersten Durchgang.

dpa

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