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Alte Männer: Trump schlägt nach Robert De Niro-Attacke zurück

Oscar-Preisträger gegen US-Präsident, Hollywood gegen Regierung - die teils harsche Kritik von Schauspielern lässt Donald Trump nicht gern unbeantwortet. 2017 hatte er sich eine Fehde mit Meryl Streep geliefert, nun antwortet er auf Beleidigungen von Robert De Niro.

Robert De Niro

In Kampfeslaune: Robert De Niro bei der Verleihung der Tony Awards in der Radio City Music Hall. Foto: Michael Zorn

US-Präsident Donald Trump will die wüsten Schimpftiraden von Hollywood-Star Robert De Niro offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Trump, der am Donnerstag seinen 72. Geburtstag feiert, setzte sich nun via Twitter gegen die Verbalattacken des 74-jährigen Schauspielers zur Wehr.

De Niro hatte Trump erst auf offener Bühne beleidigt und sich dann in Kanada für dessen Angriffe auf Premier Justin Trudeau entschuldigt.

De Niro, der in mehreren Box-Spielfilmen wie «Raging Bull» («Wie ein wilder Stier») zu sehen war, habe wohl zu viele Schläge von echten Boxern auf den Kopf bekommen, twitterte Trump auf dem Rückweg aus Singapur. De Niro sei von «sehr geringer» Intelligenz. Der zweifache Oscar-Preisträger übersehe offenbar den wirtschaftlichen Erfolg der USA. «Wach auf, Punchy!», schloss der Präsident. Punch heißt auf Deutsch Faustschlag.

De Niro stammt wie Trump aus New York und macht aus seiner Ablehnung Trumps kein Geheimnis. Trumps Verhalten auf dem G7-Gipfel hatte er in Toronto als «Schande» bezeichnet und sich für Trumps «idiotisches Verhalten» entschuldigt. Bei den Tony-Theaterpreisen in New York hatte er Trump zuvor auf offener Bühne beleidigt und gesagt: «Es kann nicht mehr heißen: Weg mit Trump! Es heißt Fuck Trump!»

Dutzende Schauspieler, Musiker und Moderatoren haben Trump bereits offen kritisiert, darunter Alec Baldwin, George Clooney, Lady Gaga, Madonna und Stephen Colbert. Besonders direkt äußerte sich Schauspielerin Meryl Streep in einer gefeierten Rede bei der Golden Globe-Verleihung im Januar 2017. Trump hat aber auch Unterstützer im US-Entertainment, etwa Regisseur und Schauspieler Clint Eastwood, Kiss-Musiker Gene Simmons sowie verschiedene Sportler, TV-Prominente und Country-Musiker.

Hollywood ist seit Jahrzehnten stark demokratisch geprägt. Schon die früheren demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bill und Hillary Clinton sowie Barack Obama sammelten hier Spendengelder in Millionenhöhe für ihre Wahlkämpfe. Kritik am Republikaner Trump gehört in Kreisen von Schauspielern, Regisseuren und Produzenten fast zum guten Ton. Die Mehrzahl der Schauspieler leben in den demokratisch beherrschten Staaten Kalifornien und New York.

dpa
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