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Dank für Regiedebüt über Bosnienkrieg: Angelina Jolie wird Ehrenbürgerin von Sarajevo

Die bosnisch-herzegowinische Hauptstadt Sarajevo dankt Angelina Jolie, dass sie mit ihrem Regiedebüt auf die Misere des Bosnienkrieges aufmerksam gemacht hat. Die Regierung ernannte die Schauspielerin nun zur Ehrenbürgerin der Stadt.

Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie wird Ehrenbürgerin Sarajevos. Der erste Film der 36-Jährigen als Regisseurin habe dazu beigetragen, "die Wahrheit über die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg in Sarajevo und in Bosnien am Leben zu erhalten", teilte der Regionalrat in der bosnischen Hauptstadt am Montag mit. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Ehrung soll Jolie am 3. Mai überreicht werden. Die Stadt zeichnet alljährlich Ausländer für ihr Engagement für Menschlichkeit, Demokratie und Toleranz aus.

Jolies 2010 gedrehter Streifen "In the Land of Blood and Honey" ("Im Land, wo Blut und Honig fließen") erzählt die komplizierte Liebesgeschichte zwischen einer Muslimin und dem Sohn eines bosnisch-serbischen Generals in den Wirren des Balkan-Krieges. Rund 20.000 überwiegend muslimische Frauen wurden in dem Konflikt Opfer von sexueller Gewalt. Während des Bosnienkrieges (1992-1995) wurden rund 100.000 Menschen getötet.

Als Sondergesandte des UN-Flüchtlingskommissars Antonio Guterres besuchte Jolie am Wochenende Ecuador. Zu ihrem ersten Einsatz im neuen Amt reiste sie in die Hauptstadt der Provinz Sucumbios, Lago Agrio, wo 60 Prozent der Bevölkerung Flüchtlinge sind, wie das UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) am Montag in Quito mitteilte. Insgesamt leben fast 56.000 Flüchtlinge in Ecuador, die meisten von ihnen stammen aus Kolumbien. Jolie war bereits zwei Mal als Botschafterin des guten Willens für das UNHCR in Ecuador. Vor einer Woche war sie als Anerkennung für ihr großes Engagement zur Sondergesandten von Guterres befördert worden.

kave/AFP / AFP
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