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US-Präsident: Der Lümmel aus dem Weißen Haus: So brüskiert Donald Trump die Queen

Donald Trump sorgte bei seinem Großbritannien-Besuch für Furore. Erst zerriss er die Brexit-Pläne der Premierministerin. Anschließend war er zur Teestunde bei der Queen eingeladen - und ließ die 92-Jährige 15 Minuten warten. Es war nicht der einzige Fauxpas.

Queen Elizabeth II. und US-Präsident Donald Trump

Queen Elizabeth II. und US-Präsident Donald Trump - ein Treffen mit einigen Besonderheiten

Donald Trump schert sich nicht um Spielregeln, egal ob es Verträge von internationaler Relevanz sind oder nur höfliche Anstandsformen. Das hat er nun während seines Großbritannienbesuchs wieder eindrucksvoll bewiesen. Erst brüskierte er Premierministerin Theresa May in einem Interview ("Sie hat den Brexit verbockt") und erklärte, er hätte die Situation anders und - natürlich - viel besser gelöst. Anschließend waren der US-Präsident und seine Frau Melania Trump zur Teestunde bei der Queen eingeladen - zum ersten Mal überhaupt.

Donald Trump verstößt gegen das royale Protokoll

Ein Besuch bei der Queen ist für viele Staatspräsidenten und Prominente eine Ehre. Doch offenbar nicht für Donald Trump. Er ließ die 92-Jährige zunächst geschlagene 15 Minuten in der Sommerhitze warten. Währenddessen blickte die Regentin zweimal auf die Uhr, berichtet die "BBC".

Als Trumps Limousine schließlich vorfuhr, folgte der nächste Verstoß gegen das royale Protokoll: Keiner der beiden verbeugte sich vor ihr oder senkte wenigstens den Kopf. Als Staatsoberhaupt muss sich Trump zwar nicht vor der Monarchin verbeugen, es gilt aber als respektvoll. Von Trumps Frau Melania wird ein leichter Knicks jedoch erwartet.

Der größte Affront folgte danach: Statt seine Aufmerksamkeit der Queen zu widmen - die immerhin eine Viertelstunde auf ihn gewartet hat -, inspizierte der Präsident aufmerksam die Leibgarde der Königin. Dabei lief er vor der Queen, auch das ein Verstoß gegen das königliche Protokoll.

Als er das realisierte, stoppte Trump für einen Moment und blickte sich suchend nach der Queen um. Das gab ihr genügend Zeit, zu dem 72-Jährigen aufzuschließen. “Es wird als unverschämt empfunden, der Majestät den Rücken zuzudrehen, wenn man die Queen trifft", schreibt der "Express". Der britische Kommentator Richard Fitzwilliams bezeichnete das Verhalten als "unangemessen".

Worüber die beiden bei der insgesamt 57 Minuten andauernden Teestunde sprachen, ist bislang noch nicht bekannt.

Donald Trump, Präsident der USA, und seine Ehefrau Melania Trump verlassen das Winfield House
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