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Finalspiel mit Folgen Doppelt geimpft und rein ins EM-Getümmel – so holte sich Moderator Piers Morgan Covid-19

Piers Morgan beim Halbfinale
Auch beim Halbfinale England gegen Dänemark war Piers Morgen, obere Reihe rechts, im Stadion.
© Kevin Quigley / Picture Alliance
Das EM-Finalspiel England gegen Italien wollte der britische Moderator Piers Morgan nicht verpassen. Er verließ sich auf seine Impfung und die Schutzmaßnahmen. Ein Fehler. Nun berichtet er von seiner Corona-Erkrankung.

Als das EM-Finalspiel zwischen England und Italien angepfiffen wurde, tobte das Wembley-Stadion. Die britischen Fans feierten, wähnten sie sich einem historischen Sieg doch so nah. Auch der britische Moderator Piers Morgan ließ es sich nicht nehmen, live dabei zu sein. Der 56-Jährige fühlte sich sicher. Schließlich durfte nur rein, wer doppelt geimpft war oder einen negativen Corona-Test vorlegen konnte. Ein fataler Trugschluss. 

In einem Artikel, der in der morgigen Sonntagsausgabe der "Daily Mail" erscheint, berichtet der ehemalige "Good Morning Britain"-Moderator nun von seiner Covid-19-Erkrankung. Darin gibt er sich sicher, dass er sich diese bei dem Finalspiel eingehandelt habe – trotz zweifacher Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. Aufgrund der Schutzmaßnahmen habe er sich sicher im Stadion gefühlt, bis dieses von Fans gestürmt worden sei, die keine Tickets hatten. Auf Twitter kommentierte er, dass dies das Finale wahrscheinlich "in ein riesiges Spreader-Event verwandelt" habe.

"Ich habe dieses Killervirus in mir"

Laut Artikel habe er zwei Tage später die ersten Symptome gespürt. Nach vier Tagen lag der positive PCR-Test vor. Er habe sich mit der Delta-Variante des Virus infiziert, die inzwischen in Großbritannien vorherrschend ist. Er habe zunächst unter hohem Fieber, Schüttelfrost und heftigen Husten gelitten. Zudem sei er von Niesanfällen geplagt gewesen. Abgelöst von einem Zustand extremer Erschöpfung. Er sei sicher, dass jeder, der sich infiziert habe, diesen seltsamen, beunruhigenden Moment erlebe, in dem einem bewusst werde, "ich habe diesen Killervirus in mir". Er habe Angst davor gehabt, was ihn als nächstes erwarte. Neben "seltsamen Schmerzen" habe er auch "alarmierende" Brustschmerzen gehabt und "meine Stimme klingt wie Barry White".

Die Symptome seien inzwischen abgeklungen, doch die Erkrankung habe ihn zum Nachdenken gebracht und seine Sichtweise auf Covid und Impfungen verändert. Covid-19 sei "definitiv die härteste Krankheit", die er in seinem Leben als Erwachsener erlebt habe. Aber: "Ich bin noch hier – im Gegensatz zu so vielen Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die ihr Leben an Covid in dieser Pandemie verloren haben." Er schulde den Wissenschaftlern, die den Astrazeneca-Impfstoff entwickelt haben, "tiefsten Dank".

Schotten spotten über Englands Niederlage gegen Italien im EM-Finale

Morgan gehört zu den schärfsten Kritikern der britischen Corona-Strategie. Erst Anfang des Monats sorgte er wieder einmal für Furore aufgrund seiner harschen Kritik gegen Premier Boris Johnson und dessen Entscheidung die Corona-Maßnahmen auf der Insel  trotz steigender Infektionszahlen zu lockern. Der Moderator hatte den Kampf gegen die, die Lockerungen wollten mit dem Kampf gegen die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg verglichen.

Quelle: Daily Mail, Wales Online, Independent

tpo

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