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Maria Persson: Für "Pippi Langstrumpf" erhielt sie nur 2000 Euro – "Annika" lebt verarmt auf Mallorca

Seit ihrem Erfolg in "Pippi Langstrumpf" sind 50 Jahre vergangen: Maria Persson spielte als Kind in den Astrid-Lindgren-Verfilmungen die "Annika". Inzwischen lebt sie völlig verarmt auf Mallorca und erklärt in einem Interview, wie es soweit kommen konnte.

Die Kinderstars aus "Pippi Langstrumpf" bei den Dreharbeiten 1969: Pär Sundberg ("Tommy"), Inger Nilsson (Mitte, "Pippi) und Maria Persson ("Annika")

Die Kinderstars aus "Pippi Langstrumpf" bei den Dreharbeiten 1969: Pär Sundberg ("Tommy"), Inger Nilsson (Mitte, "Pippi) und Maria Persson ("Annika")

Picture Alliance

Ihr Gesicht hat sich in das kollektive Gedächtnis ganzer Generationen eingeprägt: Noch immer ist Maria Persson regelmäßig im Fernsehen zu sehen - auch im deutschen. Die inzwischen 60-Jährige war ein Kinderstar. In den "Pippi Langstrumpf"-Verfilmungen spielte die Schwedin an der Seite von Inger Nilsson ("Pippi") und Pär Sundberg ("Tommy") die "Annika". Millionen Menschen freuen sich bis heute weltweit über ihr ansteckendes Kinderlächeln. Doch 50 Jahre nach den Filmen lebt Persson völlig verarmt auf Mallorca.

"Mir geht es finanziell nicht sehr gut. Ich bekomme eine kleine Rente von ein paar Hundert Euro. Es reicht gerade so zum Leben", verriet die pensionierte Schauspielerin in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte". Eine eigene Wohnung kann sie sich nicht leisten, stattdessen lebt sie zusammen mit ihrem Sohn und dessen Freundin in einem Zwei-Zimmer-Appartement in Palma. Bis heute sieht sie von den TV-Geldern und Einnahmen durch die "Pippi-Langstrumpf"-Filme nichts. 

Persson erhielt für "Pippi Langstrumpf" nur 2000 Euro

"Meine Eltern haben damals die Verträge unterschrieben", sagt Persson. Sie habe 2000 Euro für ihre Rolle als "Annika" bekommen. "Als meine Eltern nach dem ersten Film nach mehr Geld fragten, drohte mir die Produktionsfirma damit, mich neu zu besetzen", berichtet die Schwedin. Obwohl mit den Filmen immer noch viel Geld verdient wird, sieht sie davon nichts. "Ich bin sehr wütend. Ich sehe mich selbst ständig im Fernsehen, es gibt Puzzles und Spielsachen mit meinem Gesicht." Eine rechtliche Anfechtung der Verträge von 1969 sieht sie als aussichtslos an. "Das hätte keinen Sinn."

Die meisten Leute würden denken, dass sie durch die Filme reich geworden sei. "Keiner glaubte mir, dass es mir nicht gut geht, denn ich bin Annika und muss doch eigentlich reich und glücklich sein", erzählt Persson. Ihr Schicksal teilt sie mit Nilsson und Sundberg, die ebenfalls nur eine einmalige Gage für ihre Rolle erhalten hatten.

Fans unterstützen Maria Persson

Fans der "Pippi Langstrumpf"-Filme riefen eine Crowdfunding-Aktion ins Leben, um den Darstellern von damals zu helfen. "Jeder hat rund 10.000 Euro erhalten", sagt Persson im Gespräch mit der Zeitschrift. Von dem Geld möchte die "Annika"-Darstellerin eine Magen- und Knie-Operation bezahlen und sagt: "Ich möchte in zwei Jahren eine komplett neue Maria sein. Ich will endlich wieder springen, tanzen und rennen können."

mai